Rücksicht zahlte sich nicht aus: Tischler wartete monatelang auf Lohn und Abfertigung
Viel entgegenkommender als ein Tischler aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya gegenüber einem Arbeitgeber kann man kaum sein. Ausgezahlt hat es sich nicht. Zuerst bekam er mehrere Monate lang seinen Lohn nicht, wandte sich an die AK Niederösterreich-Bezirksstelle. „Wir haben dem Unternehmen eine Zahlungsfrist gesetzt, die nicht eingehalten wurde“, schildert Bezirksstellenleiterin Sabine Draxler.
Eine Insolvenz stand im Raum. Der Tischler wollte Klarheit schaffen und sich eine neue Arbeitsstelle suchen. „Aufgrund der finanziell schwierigen Situation des Unternehmens hat er sich bereiterklärt, auf drei Viertel seiner Abfertigung zu verzichten. Er hätte also nur drei statt zwölf Monatsentgelten bekommen“, schildert Draxler. Darauf ließ sich das Unternehmen ein – und zahlte wieder nicht. „Wir mussten den offenen Betrag vor dem Arbeitsgericht einklagen.
Das Gericht verpflichtete das Unternehmen, 21.000 Euro zu zahlen. Selbst darauf musste der Betroffene noch mehrere Monate lang warten, das Unternehmen zahlte in vier unregelmäßigen Teilbeträgen“, schildert Draxler. „Aber immerhin, mittlerweile hat er das Geld erhalten.“
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