Eder: „AK konnte falsche Anschuldigungen wegen Krankenstand erfolgreich bekämpfen"
Eine Dienstnehmerin aus dem Bezirk hatte ihren Krankenstand ordnungsgemäß bei ihrer Dienstgeberin gemeldet. Der Mostviertlerin wurde am Telefon zunächst gesagt, sie solle sich auskurieren. Im selben Gespräch folgte der Vorschlag zur Stundenreduzierung und die Aussage, dass man schon eine Lösung finden werde. „Als die Arbeit noch jeden Tag zur vollsten Zufriedenheit erledigt wurde und die Arbeitnehmerin ohne Ausfälle ihren Dienst versah, war alles eitel Wonne. Doch das änderte sich nun.
Zwei Wochen später kam nämlich ein Brief vom Rechtsanwalt der Dienstgeberin. Dieses Schreiben beinhaltete die Aufforderung, fehlende Patientenakten zurückzugeben und das Dienstverhältnis im Einvernehmen mit 31.7.2025 aufzulösen“, berichtet AK-Bezirksstellenleiter Jürgen Eder. „Mit der implizierten Anschuldigung, dass sie Patientenkarten entwendet habe, zeigte die Dienstgeberin nun eine neue Seite, die zuvor nicht ans Tageslicht getreten war“, so Eder. Dieser Anschuldigung widersprach die Dienstnehmerin entschieden. Auch einer einvernehmlichen Auflösung stimmte sie in Folge nicht zu.
Am 25.7.2025 fand die Dienstnehmerin daraufhin in ihrem Postkasten ein Entlassungsschreiben vor. „Aufgrund von Bestimmungen im Dienstvertrag war rasches Handeln erforderlich, sonst hätte die Dienstnehmerin wegen der Verfallsfrist keinen Anspruch mehr auf Schadenersatz für die haltlosen Vorwürfe gehabt. Es wurde von uns ein Betrag von rund 15.000 Euro brutto eingeklagt“, sagt Eder über das Vorgehen der AK Lilienfeld. „Ein solches Vorgehen von Dienstgebern verunsichert andere Beschäftigte und vergiftet das Arbeitsklima, welches glücklicherweise in unserem Bezirk, von wenigen Ausnahmen abgesehen, gut ist.“
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