Montagezulage und Überstunden jahrelang nicht ausbezahlt

Wenig ausgezahlt hat sich seine jahrelange Geduld für einen 49-jährigen technischen Angestellten im Bezirk Mödling. Jahrelang war ihm die Firma den Großteil der Montagezulage für längere Außeneinsätze und zahlreiche Überstunden schuldig geblieben. Trotzdem befand die Firma im Vorjahr, dass sie sich nach 13 Jahren von ihrem Mitarbeiter trennen wollte.

„Nach der Kündigung kam er zu uns, um sich die offenen Ansprüche ausrechnen zu lassen“, schildert Susanna Stangl, Leiterin der AK Niederösterreich-Bezirksstelle Mödling. „Dabei hatte er vollständige Arbeitszeitaufzeichnungen seit seinem ersten Tag in der Firma“. Nach der Intervention der AK bezahlte die Firma immerhin die Montagezulagen der vergangenen drei Jahre nach, in Summe mehr als 1.800 Euro. „Der Rest war leider bereits verjährt“, sagt Stangl. Offen waren auch 100 nicht verfallene Überstunden. „In einem außergerichtlichen Vergleich stimmte der Betrieb zu, dem Betroffenen 6.000 nachzubezahlen.“

Die AK Niederösterreich-Bezirksstellenleiterin rät, sich schnell an die AK zu wenden, wenn das Unternehmen zustehende Zahlungen nicht leistet: „Oft geht es hier um wenige Monate, innerhalb derer offene Ansprüche eingefordert werden können. Erfolgt das zu spät, verfallen sie.“

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