Große Preisunterschiede bei Werkstätten
Die AK Niederösterreich hat die Preise in Kfz-Werkstätten erhoben. Das Ergebnis zeigt: Die Stundensätze unterscheiden sich teils deutlich.
Plötzlich gibt es einen Stromausfall und das auch noch während dem Home-Office. Da muss es mitunter schnell gehen. Damit Sie in der Not seriöse und unseriöse Anbieter als solche erkennen können, hat die AK Niederösterreich Preise regionaler Elektrikerbetriebe erhoben.
So können Sie besser einschätzen: Was kostet eine Facharbeiterstunde? Wie viel wird für die Anfahrtszeit fällig? Und: Worauf kann man achten, um nicht auf einen unseriösen Anbieter hereinzufallen?
Vorsicht bei Notfällen!
Gerade, wenn es außerhalb der regulären Bürozeiten schnell gehen muss, ist Vorsicht geboten. Bei Notdiensten kann es zu überhöhten Rechnungen kommen.
Der Preis für einen Notdienst kann am besten telefonisch individuell vereinbart werden. Notieren Sie Datum, Preis und den Namen der Person, mit der Sie darüber gesprochen haben. Dieses Gedächtnisprotokoll dient im Streitfall zur Beweissicherung.
Unserem Aufruf sind insgesamt 9 in Niederösterreich tätige Elektrotechnikerbetriebe gefolgt. Abgefragt wurden der Stundensatz eines Facharbeiters bzw. einer Partie bestehend aus Facharbeiter und Helfer oder Lehrling, sowie die Kosten für den Anfahrtsweg. Zusätzlich wurden die Kosten für einen Notfall am Sonntag anhand eines fiktiven Beispiels erfragt.
Außerdem wurde – falls vorhanden – die jeweilige Notdienst-Rufnummer erhoben.
Dabei zeigten sich teils große Preisunterschiede. Die Stunde eines Facharbeiters kostet zwischen 90 und 120 Euro. Das bedeutet eine Preisdifferenz von 33 Prozent zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter.
Die Partiestunde (Facharbeiter und Helfer oder Lehrling) liegt zwischen 155 und 194 Euro (Differenz rund 25 Prozent).
Für die Höhe der Stundensätze gibt es keine Richtlinien oder Preisempfehlungen. Sie werden von den Unternehmen individuell berechnet.
Bei der Erhebung wurden die Kosten für 1 Stunde An- und Abfahrt abgefragt. Die Antworten reichten von 22,50 Euro bis hin zu pauschal 45 Euro.
Je nach Unternehmen werden die Kosten als Pauschale, nach Fahrzeit, nach gefahrenen Kilometern oder als Arbeitszeit mit dem jeweilig gültigen Stundensatz der Facharbeiter abgerechnet.
Besonders wenn es in Notfällen schnell gehen muss und das Unternehmen telefonisch beauftragt wird, ist Vorsicht geboten. Am besten klären Sie bereits im Telefonat die benötigte Arbeitsleistung, Kosten der Stundensätze und Art und Weise der Verrechnung der Wegzeit. Halten Sie die Informationen schriftlich fest. So kann, wenn später die Rechnung eintrifft, kontrolliert werden und böse Überraschungen bleiben aus. Ist mehr Zeit für die Beauftragung, lohnt es sich, einen verbindlichen Kostenvoranschlag einzuholen.
Die Notrufnummern regionaler Betriebe finden Sie hier .
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