Heizkostenzuschuss in Niederösterreich

In Niederösterreich erhalten sozial bedürftige Personen unter bestimmten Voraussetzungen einen Heizkostenzuschuss. Für die Saison 2017/2018 beträgt der Zuschuss pro Haushalt einmalig 135 Euro.

Wer kann den Heizkostenzuschuss erhalten?

  • AusgleichszulagenbezieherInnen
  • BezieherInnen einer Mindestpension nach § 293 ASVG
  • BezieherInnen einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung, die als arbeitssuchend gemeldet sind und deren Arbeitslosengeld/Notstandshilfe den jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatz nicht übersteigt
  • BezieherInnen von Kinderbetreuungsgeld, deren Familieneinkommen den jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatz nicht übersteigt.
  • sonstige EinkommensbezieherInnen, deren Familieneinkommen den Ausgleichszulagenrichtsatz nicht übersteigt

Voraussetzungen

  • Österreichische Staatsbürgerschaft
  • Staatsangehörige eines anderen EWR-Mitglied sowie deren Familienangehörige
  • Anerkannte Flüchtlinge
  • Hauptwohnsitz in Niederösterreich

Die Einkommensgrenzen für 2016 (brutto):

  • Alleinstehende: 882,78 Euro
  • Ehepaare und Lebensgemeinschaften: 1.323,58 Euro
  • Erhöhung der Grenze für jedes Kind um: 136,21 Euro
  • Erhöhung der Grenze für jeden weiteren Erwachsenen um: 440,80 Euro

Für BezieherInnen von Kinderbetreuungsgeld und von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe gelten etwas höhere Richtsätze, da deren Bezüge nur 12-mal und nicht 14-mal im Jahr ausbezahlt werden:

  • Alleinstehende: 1.029,33 Euro
  • Ehepaare und Lebensgemeinschaften: 1.543,29 Euro
  • Erhöhung der Grenze für jedes Kind um: 158,80 Euro
  • Erhöhung der Grenze für jeden weiteren Erwachsenen um: 513,95 Euro

Die Richtsatzerhöhung für Kinder ist solange zu berücksichtigen, wie für das betreffende Kind Familienbeihilfe bezogen wird.

In besonderen Härtefällen kann auch dann ein Heizkostenzuschuss gewährt werden, wenn die Einkommensgrenze um nicht mehr als 50 Euro pro im Haushalt lebender Person überschritten wird.

Detaillierte Informationen (auch zu anderen Einkunftsarten wie Pacht, Miete, Landwirtschaft, etc.) finden Sie in den Richtlinien.

Anrechenfreie Einkünfte:

  • Familienbeihilfe, NÖ Kinderbetreuungszuschuss, Schüler- oder Studienbeihilfen, Stipendien
  • Kinderzuschüsse nach den Sozialversicherungsgesetzen
  • Ausgedingeleistungen außer Brennmaterial und Wohnraumbeheizung
  • Einkünfte wegen der besonderen körperlichen Verfassung des Antragstellers (Pflegegeld, Blindenbeihilfe, usw.)
  • Lehrlingsentschädigungen, Kilometergeld, Reisegebühren, Taggelder für Präsenzdiener und Zivildiener
  • NÖ Wohnbeihilfen und NÖ Wohnzuschuss
  • Kriegsopfer- und Versehrtenrenten

Von der Förderung ausgenommen sind:

  • Personen, die keinen eigenen Haushalt führen.
  • Personen, die die bedarfsorientierte Mindestsicherung beziehen.
  • Personen, die keinen Aufwand für Heizkosten haben. Also Menschen, die in einem Heim wohnen, Menschen, die aufgrund von Pachtverträgen oder ähnliches nicht für das Heizen zahlen müssen und dergleichen.

Wo und wann können Sie den Zuschuss beantragen?

Der Antrag auf Heizkostenzuschuss muss beim Gemeindeamt des Hauptwohnsitzes gestellt werden und ist bis zum 30. März 2018 möglich.

Tipp/Hinweis/Achtung

Den Antrag und die Richtlinien können Sie hier von der Landesregierung runterladen:


Ihr Kontakt zum Thema Heizkostenzuschuss

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Allgemeine Förderung und Stiftungsverwaltung
Landhausplatz 1, Haus 9
3109 St. Pölten
E-Mail: post.f3heizkosten@noel.gv.at
Tel: +43 2742/9005-9005