23.11.2021

Willkommen im intelligenten Zuhause!

Vom Kühlschrank über den Staubsaugerroboter bis hin zu den elektrischen Außenjalousien - immer mehr Geräte im Haus sind miteinander vernetzt, tauschen Daten aus und lassen sich per App am Smartphone steuern.

Schätzungen sprechen von über 25 Milliarden Geräten, die bis 2025 mit dem Internet verbunden sein werden. Die meisten davon in Privathaushalten – denn mittlerweile hat jede:r Vierte smarte Helferleins im Einsatz. Tendenz stark steigend.  

Vorsicht vor Hacker

Das smarte Wohnen birgt aber auch Gefahren: geknackte Schlösser, Spielzeug, das mithört, oder Kameras, die Live-Bilder ins Internet stellen. „Die Hersteller von smarten Produkten stehen unter Druck, möglichst schnell auf dem Markt zu sein. Auf Sicherheit wird daher weniger geschaut", erklärt AK-Konsumentenberater Michael Dunkl.

Schlecht gesicherte Geräte oder Netzwerke ermöglichen Angriffe von Hackern. Cyberkriminelle haben es vor allem auf Kreditkartennummern und persönliche Daten abgesehen, die sich weiterkaufen lassen.

Studie: Wie sicher sind smarte Geräte?

Im gemeinsamen Projekt „Smart Home – aber sicher!“ hat die AK Niederösterreich gemeinsam mit der FH St. Pölten, Department für Informatik & Security, in einer Studie smarte Helfer unter die Lupe genommen und einen Ratgeber  erstellt, damit Ihre Daten sicher sind. 

Die zwei wichtigsten Fragen beim Betrieb eines smarten Geräts sind:  

  • Welche Daten werden vom Hersteller selbst erfasst und wie werden diese Daten verwertet und gespeichert?
  • Wie sicher sind die Geräte gegenüber Gefahren und Zugriffen Dritter – beispielsweise aus dem Internet?

Das sollten Sie sich vor dem Kauf fragen:

  • Informieren Sie sich, welche Daten für die Registrierung Ihres geplanten Geräts notwendig sind und welche bei der Nutzung gesammelt werden. 
  • Was passiert mit Ihren Daten? Werden sie lediglich auf dem Gerät gespeichert oder verschwinden sie in der Cloud des Herstellers – und sind damit kaum noch für Sie greifbar?
  • Können Sie veranlassen, dass die Daten wieder gelöscht werden?
  • Wägen Sie anhand dessen ab, ob Ihr Wunschgerät das richtige ist oder Sie sich lieber nach einer Alternative umschauen.  

Tipp

Fragt ein Gerät Standortdaten ab, obwohl diese überhaupt nicht relevant sind für dessen Funktion? Besser Finger weg! 

Router: Eigenes Netzwerk für „Smarties“

In modernen Häusern ist der Router der zentrale Knotenpunkt für Datenverkehr – vom Computer bis zur Heizungssteuerung. Umso wichtiger ist es, dass Sicherheitslücken ausgeschlossen werden, damit sensible Daten nicht in falsche Hände gelangen. Das funktioniert, wenn smarte Geräte getrennt davon betrieben werden – mit einem eigenen WLAN-Netzwerk im Router. Wie das funktioniert, entnehmen Sie am besten der Anleitung Ihres Herstellers. Sichern Sie offene Verbindungen mit Passwörtern, um fremde Zugriffe zu verhindern.  

Tipp

Installieren Sie außerdem Updates für das Gerät, Apps, Betriebssystem und Virenschutz zeitnah – so sind Sie am besten geschützt! 

Spion im Kinderzimmer

Auch im Kinderzimmer ist das Internet der Dinge angekommen. Sprechende Puppen und Roboterhunde zeichnen die Gespräche der Kinder auf. Diese Mitschnitte werden via Internet an die Server der Anbieter geschickt und gespeichert. Das birgt Risiken. Das Kind wird als Kunde ausgeforscht. Privatsphäre und Datenschutz sind auch bei Kindern zu berücksichtigen.

Tipp

Vernetztes Spielzeug für den Nachwuchs birgt auch Risiken. Mehr Infos unter: http://www.internetoftoys.at/
 


 Studie „Evaluierung Smarthome/IoT-Sicherheit“:  

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