Rückrufaktionen

Je mehr neue Auto-Modelle auf den Markt kommen, desto häufiger erfahren die KonsumentInnen von Qualitäts-Problemen. Die Zahl der für die Autohersteller milliardenteuren Rückrufaktionen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. 

Laut ÖAMTC sind mehrere Faktoren dafür verantwortlich:

  • Faktor "Technik": Die Hersteller packen immer mehr High-tech ins Auto und rechtfertigen das mit den Komfort-Wünschen der Kunden. Betroffen sind vor allem Luxus-Autos, aber auch zunehmend billigere Fahrzeuge.

  • Faktor „Fremd-Arbeit“: Weil vieles heutzutage außer Haus von Zulieferern entwickelt und produziert wird, entdecken die Autofirmen manche Qualitäts-Probleme zu spät. Andererseits liegt gerade auf diesem Gebiet scheinbar das Erfolgsrezept für die sprichwörtliche Zuverlässigkeit der japanischen Marken: Sie schreiben ihren Zulieferern angeblich strengere Normen vor.

  • Faktor "Zeit": Nicht zuletzt dank Einsatz von Computern verkürzen sich die Planungs- und Entwicklungszeiten für ein neues Modell. Von der ersten Skizze bis zum Serienanlauf vergehen bereits weniger als zwei Jahre.

Der Kunde kann wenig tun, außer alle Servicetermine wahrnehmen und keinesfalls einen Rückruf zu ignorieren. Denn sonst hat die Firma später bei einem Folgeschaden das beste Argument, jede Kulanz abzulehnen.

TIPP

Ist auch Ihr Auto betroffen? Eine Übersicht über alle Rückrufaktionen der Autohersteller finden Sie beim ÖAMTC.


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