Techniker wartet eine Klimaanlage
Techniker wartet eine Klimaanlage © Wellnhofer Designs, adobe
18.06.2026

Wartung von Klimaanlagen

Klimaanlagen sorgen im Sommer für kühle Räume. Doch sie müssen regelmäßig überprüft und gewartet werden, damit sie nicht zur Keimschleuder werden. Mit welchen Kosten bei einer Wartung zu rechnen ist, hat die AK-Konsumentenberatung 57 Fachbetriebe in Niederösterreich gefragt.

Warum warten?

Ohne Wartung sinkt die Kühlleistung, der Stromverbrauch steigt, und kleine Defekte können sich zu teuren Schäden entwickeln. Denn mit der Zeit lagern sich Staub, Schmutz, Feuchtigkeit und Keime an den Filtern und am Register des Innengerätes ab. Dadurch verschlechtert sich nicht nur die Luftqualität, sondern es wird auch die Vermehrung von Bakterien, Schimmel und anderen Mikroorganismen begünstigt. Das kann besonders für Allergiker:innen und Menschen mit Atemwegserkrankungen problematisch werden kann.

Wie oft warten lassen?

Was bei der Wartung gemacht werden muss, ist in der bei der Montage ausgehändigten Betriebsanleitung des Herstellers nachzulesen. Wie oft Ihre Klimaanlage gewartet werden muss, kann Ihr Fachbetrieb einschätzen. In den Herstellerunterlagen kann auch ein bestimmtes Serviceintervall festgelegt sein, um eine eventuelle Herstellergarantie aufrechtzuerhalten.

Übrigens: Als Mieter:in einer Wohnung, in der bereits eine Klimaanlage enthalten war, werfen Sie am besten einen Blick in den Mietvertrag, welches Intervall für die Wartung vorgeschrieben ist.

Was wird gemacht?

Es wird unterschieden zwischen kleiner und großer Wartung.

1. Kleine Wartung 

Bei der kleinen Wartung wird die grundlegende Funktionalität des Geräts überprüft.

Dazu gehören:

  • die Dichtheits- und Funktionsprüfung,
  • das Reinigen des luftgekühlten Kondensators sowie
  • eine Sichtkontrolle  auf Beschädigungen

2. Große Wartung

Die große Wartung geht deutlich weiter: Zusätzlich werden auch

  • das Register und der Ventilatorflügel im Innengerät gereinigt und desinfiziert
  • die Tauwasserpumpe samt Schwimmer getestet und
  • Tropftassen in Wandgeräten, Kassetten oder Deckentruhen gründlich gereinigt und desinfiziert.

Diese Wartung ist weit umfangreicher und vor allem aus hygienischer Sicht essenziell, da sich in Tropftassen und Ventilatoren rasch Keime oder Schimmel bilden können, besonders bei seltener Nutzung.

AK-Tipp:

Die regelmäßige Wartung sollte idealerweise von einer Fachfirma durchgeführt werden, um die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Klimaanlage zu gewährleisten.

Was kostet die Wartung?

Die Wartungskosten fallen regelmäßig an und können je nach Anbieter stark variieren. Die AK Niederösterreich hat bei Fachbetrieben in NÖ nachgefragt. Was im jeweiligen Preis enthalten ist, kann von Betrieb zu Betrieb variieren. Deshalb lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen und Leistungen sowie Preise zu vergleichen.

Kleine Klimawartung: 218 bis 320 Euro (nicht alle Betriebe bieten eine kleine Wartung an)

Große Klimawartung: 156 bis 428 Euro (Preisunterschied: fast 175 %)

Zur Preisübersicht der AK-Erhebung


Das kostet die Technikerstunde

Es kann sein, dass im Zuge der Wartung Schäden an der Klimaanlage festgestellt werden, die repariert werden müssen. Gerade bei Reparaturen oder größeren Einbauten zählt oft jede angefangene Stunde.

Die AK-Erhebung zeigt: Auch beim Stundensatz gibt es große Preisunterschiede. Eine Facharbeiterstunde bei Klimatechnikern kann zwischen 96 und 153 Euro kosten. Wird im Team gearbeitet – etwa mit einem Helfer oder Lehrling – spricht man von einer sogenannten Partiestunde. Die schlägt mit 148 bis 220 Euro zu Buche.

AK-Tipp:

Je nach Anbieter, Region und Aufwand kann also schon ein kurzer Termin mehrere Hundert Euro ausmachen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf den Stundensatz und ein Vergleich mehrerer Angebote allemal.

Die wichtigsten Punkte für die Wartung im Detail:

  • Reinigung der Filter oder Austausch der Filtermatten: Filter sollten regelmäßig (meist alle drei bis sechs Monate) gereinigt oder ausgetauscht werden, um eine gute Luftqualität und effiziente Leistung sicherzustellen.
  • Überprüfung und Reinigung der Wärmetauscher (Verdampfer und Kondensator): Staub und Schmutz auf den Lamellen beeinträchtigen die Effizienz. Die Lamellen sollten vorsichtig gereinigt werden.
  • Kontrolle des Kältemittels bzw. Dichtheitskontrolle: Der Kältemittelstand muss überprüft werden. Bei zu wenig Kältemittel kann die Anlage nicht richtig kühlen und es drohen Schäden.
  • Überprüfung der Kondensat-Ableitung: Die Kondensatwanne und der Ablauf müssen frei von Verstopfungen sein, um Wasserschäden und Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Überprüfung der Lüfter und Ventilatoren: Lüfter und Ventilatoren müssen frei laufen und dürfen keine ungewöhnlichen Geräusche machen.
  • Allgemeine Sichtprüfung: Sichtkontrolle auf Beschädigungen, Korrosion oder lose Teile.

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