25.03.2026

Preisvergleich für Holz, Pellets und andere Brennstoffe

Feste Brennstoffe: Preisvergleich lohnt sich

Das Frühjahr und der Sommer sind der beste Zeitpunkt, um Holz oder Pellets einzulagern. Manche Firmen bieten zum Beispiel ab April besondere Vergünstigungen wie Einlagerungsaktionen. Ein Preisvergleich lohnt sich! Die AK Niederösterreich hat im August 2026 die Preise für feste Brennstoffe erhoben.

Das Ergebnis: 

Beim Brennholz stagnieren die Preise im Vergleich zu Herbst 2025 auf einem sehr hohen Niveau. Einzelne Händler haben den Höchstpreis hingegen nochmals deutlich um mehr als 20% angehoben. Pellets sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent teurer geworden.

Ein paar Händlern bieten tagesaktuelle Preise. Sie argumentieren mit der aktuell angespannten Rohstoffsituation.

Aber Achtung: Sobald Sie beispielsweise Pellets zu einem bestimmten Tagespreis bestellen und die Bestellung vom Verkäufer angenommen wird, ist dieser Preis für beide Seiten verbindlich – unabhängig davon, ob sich der Tagespreis bis zur Lieferung verändert. Eine nachträgliche Änderung des Preises ist grundsätzlich nicht zulässig, außer es wurde ausdrücklich eine Preisgleitklausel oder eine andere vertragliche Regelung vereinbart.

AK Tipps:

  • Prüfen Sie vor der Bestellung die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters sorgfältig.
  • Lassen Sie sich den vereinbarten Preis schriftlich bestätigen
  • Achten Sie darauf, ob im Vertrag Preisgleitklauseln oder andere flexible Preisregelungen enthalten sind.
  • Bewahren Sie alle Unterlagen zum Vertragsabschluss auf, um im Streitfall nachweisen zu können, welcher Preis vereinbart wurde.
  • Klären Sie vor der Bestellung die Lieferbedingungen (Lieferzeit, Zahlungsmodalitäten, Rücktrittsrecht).

Brennholz: Ähnlich teuer wie im Vorjahr

Ofenbrennholz in Kisten (Buche, 33 cm) kostet laut aktueller Erhebung rund 147 Euro (Mittelwert) und liegt preislich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.  

Aktuelle Preisspanne:

  • Buche, 33 cm: 131 bis 179 Euro
  • Buche, 25 cm: 144 bis 182 Euro
  • Zustellkosten: zwischen 35 und 196 Euro (für 6 Raummeter). Manche Anbieter haben dies bereits im Brennstoffpreis inkludiert und verlangen daher kein eigenes Entgelt.
Zum Preisvergleich bei Stückholz


Pellets: Deutlicher Preisanstieg

Bei Pellets zeigt sich ein anderes Bild. Während lose Pellets im November 2025 durchschnittlich 353,50 Euro pro Tonne kosteten, liegt der Mittelwert aktuell bei rund 410 Euro. Gerade hier zahlt sich ein genauer Preisvergleich aus.

Aktuelle Preisspanne:

  • Pellets in 15-kg-Säcken inkl. Transport (Abnahme 5.000 kg): 6,39 bis 7,70 Euro pro Sack
  • Pellets lose ab 5 Tonnen inkl. Transport: 400 bis 441 Euro pro Tonne
  • Abfüllpauschale: Die Abfüllpauschale bis 30 Meter beträgt zwischen 47 Euro und 58 Euro
Zum Preisvergleich Pellets lose


Zum Preisvergleich Pellets Säcke

Holzbriketts: Große Spanne, genau rechnen

Auch bei Holzbriketts gibt es deutliche Preisunterschiede, vor allem je nach Anbieter und Zustellmodalitäten.

Aktuelle Preisspanne:

  • Holzbriketts (gelocht), 10-kg-Gebinde: 369 bis 485 Euro pro Tonne.
  • 10-kg-Packung: 3,32 bis 4,49 Euro.
  • Zustellung: zwischen 45 und 195 Euro (bei 5 Tonnen)
Zum Preisvergleich Briketts


Gut zu wissen: Raummeter oder Schüttraummeter?

Beim Brennholz ist nicht nur der Preis wichtig, sondern vor allem die Einheit:

  • Raummeter (rm) = geschlichtetes Holz
  • Schüttraummeter (srm) = lose geschüttet

Ein Schüttraummeter (srm) entspricht ungefähr zwei Drittel eines Raummeters (rm), genauer gesagt rund 0,68 rm. Der Unterschied: Beim srm ist das Holz lose geschüttet, beim rm sauber geschichtet. Deshalb wirkt die Menge beim srm oft größer, ist es aber nicht.

Viele Anbieter verkaufen Brennholz in Kisten mit 0,9 oder 1,8 Raummetern. Wer stattdessen lose Ware in Schüttraummetern bestellt, sollte genau hinschauen, denn: Sowohl die angegebene Menge als auch der Preis lassen sich nicht so einfach vergleichen. Als grobe Orientierung gilt: Der Preis pro srm sollte etwa zwei Drittel des rm-Preises betragen.

AK-Tipps: So vermeiden Sie Kostenfallen

  • Preise vergleichen: Die Unterschiede zwischen Anbietern sind teils deutlich. Ein Vergleich spart schnell viel Geld.
  • Kiste – Menge beachten: Hinter „Kiste“ steckt nicht immer dieselbe Menge. Manche Angebote beziehen sich auf sehr große Kisten (z. B. 1,8 Raummeter), andere auf kleine Gebinde. Deshalb immer Menge und Einheit kontrollieren!
  • Lieferform genau klären: rm oder srm macht einen großen Unterschied. Einheit und Menge schon bei der Bestellung fixieren, am besten schriftlich.
  • Qualität nachfragen: Holzart und Trocknungsgrad bestimmen, wie gut es brennt. Nur trockenes Holz (max. 20 % Feuchte) ist wirklich sinnvoll. „Halbtrockenes“ Holz brennt weit schlechter und ist besonders für Kachelöfen nicht zu empfehlen.
  • Transportkosten vorab vereinbaren: Zustell- oder Transportpreise schwanken stark. Manche Händler liefern im eigenen Bezirk günstiger oder gratis, andere verrechnen deutlich extra.
  • Bei Pellets auf Norm achten: Für Heizkessel in Einfamilienhäusern ist A1-Qualität nach EN ISO 17225-2 bzw. DIN plus empfehlenswert.
  • Zusatzkosten mitrechnen: Bei losen Pellets kommt oft eine Abfüll- bzw. Abschlauchpauschale dazu, unbedingt erfragen und einkalkulieren!

  

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