Keine Luftnummer: Airfryer im Test
Heißluftfritteusen versprechen alles auf einmal: knusprig, schnell, fettarm. Hendlkeulen schaffen (fast) alle Geräte gut, bei Pommes frites gibt es Luft nach oben.
Die große Mehrheit der Heißluftfritteusen erreichte in dem internationalen Test unter Beteiligung des VKI ein gutes Gesamturteil. Dabei zeigt sich, dass die Unterschiede zwischen den Modellen oft geringer sind, als Preis oder Ausstattung vermuten lassen. Entscheidend ist weniger die Leistung in Watt als die tatsächliche Qualität bei der Zubereitung verschiedener Speisen.
Gerade bei Pommes frites offenbaren viele Airfryer ihre Schwächen. Solange nur eine moderate Menge im Korb liegt, gelingen die Erdäpfelstäbchen meist zufriedenstellend. Wird jedoch die vom Hersteller angegebene Maximalmenge genutzt, leidet die Gleichmäßigkeit deutlich. Häufig werden die oberen Schichten bereits dunkel oder sogar verbrannt, während die unteren blass und weich bleiben. Der Grund liegt in der Luftzirkulation: Die heiße Luft erreicht dicht übereinanderliegende Pommes nicht ausreichend.
Bei anderen Gerichten schneiden die Geräte deutlich besser ab. Hendlkeulen gelingen mit fast allen getesteten Modellen in der Tabelle hervorragend. Einzige „durchschnittliche“ Ausnahme: Russell Hobbs Satisfry Air & Grill – Multicooker 5,5L. Auch beim Backen von Schokoladenkuchen zeigen viele Airfryer starke Leistungen. Schwieriger wird es bei komplexeren Speisen wie Quiche Lorraine. Mehrere Geräte hatten Probleme, die Fülle vollständig durchzugaren. Ähnliche Schwächen traten bei Aufbackweckerln auf, deren Unterseiten oft zu wenig Bräunung erhielten.
Auch beim Energieverbrauch fällt das Bild differenziert aus. Gegenüber dem Backofen können Airfryer bei kleinen Portionen Zeit und Strom sparen. Werden allerdings größere Mengen für mehrere Personen zubereitet und die Geräte mehrfach hintereinander betrieben, schwindet dieser Vorteil. Dann kann der Backofen effizienter sein.
Im Alltag überzeugen die meisten Geräte durch einfache Bedienung. Weniger erfreulich sind die oft mäßigen Bedienungsanleitungen sowie die Reinigung der Gehäuse. Fingerabdruckempfindliche Oberflächen und schwer zugängliche Rillen erhöhen den Pflegeaufwand. Zudem sind viele Modelle groß und schwer, was das Verstauen erschwert.
Quelle: konsument.at/airfryer26
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