Förderung für Pflege daheim

Viele Pflegebedürftige brauchen Betreuung zu Hause. Für die 24-Stunden-Betreuung gibt es Förderungen vom Staat.

Dazu muss ein Betreuungsverhältnis im Sinne des Hausbetreuungsgesetzes vorliegen, also Betreuung durch Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmer oder durch Selbstständige mit Gewerbeschein. Im ersten Fall ist entweder eine Angehörige bzw. ein Angehöriger DienstgeberIn oder die pflegebedürftige Person nimmt diese Rolle ein. Es kann aber auch ein Vertrag mit einem gemeinnützigen Anbieter (z.B. Volkshilfe oder Caritas) abgeschlossen werden.

Voraussetzung für die Gewährung einer Förderung ist eine Mindest­qualifikation der Betreuungskraft:

  • eine theoretische Ausbildung, die im Wesentlichen jener einer Heimhelferin oder eines Heimhelfers entspricht, oder
  • die Betreuungskraft hat seit mindestens sechs Monaten die Betreuung der pflegebedürftigen Person sachgerecht durchgeführt, oder
  • bestimmte pflegerische und/oder ärztliche Tätigkeiten nach Anordnung, Unterweisung und unter der Kontrolle einer diplomierten Pflegekraft bzw. einer Ärztin oder eines Arztes ausübt (Befugnis gemäß § 3b oder § 15 Abs 6 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes oder gemäß § 50b des Ärztegesetzes).

Wer bekommt die Förderungen?

Für die Förderung muss mindestens Pflegegeld der Stufe 3 bezogen werden und eine 24-Stunden-Betreuung notwendig sein.

Ab Stufe 5 wird die Notwendigkeit des Betreuungsumfangs generell an­ge­nommen. Bei Stufe 3 und 4 ist eine ärztliche Bestätigung vorzulegen.

Förderung

Bei Arbeitsverhältnissen beträgt die Förderung für zwei Betreuungskräfte bis zu 1.100 Euro pro Monat, bei Selbstständigen höchstens 550 Euro, weil geringere Sozialversicherungsbeiträge anfallen.

Wer bekommt keine Förderungen?

Keinen Zuschuss gibt es, wenn das Einkommen der pflegebedürftigen Person 2.500 Euro netto pro Monat übersteigt (ohne Sonderzahlungen, Pflegegeld, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Wohnbeihilfe etc.). Diese Einkommensgrenze erhöht sich um 400 Euro für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen. Die Gewährung des Zuschusses ist unabhängig vom Vermögen der pflegebedürftigen Person.

Kontakt

 

Wo kann die Förderung beantragt werden?

Wenden Sie sich an die Landesstelle des Sozialministeriumservice. Dort können Sie die Förderung beantragen.

Babenbergerstraße 5, 1010 Wien
Tel: 01/588 31
Fax: 05 99 88 / 2266
E-Mail: post.wien@sozialministeriumservice.at