14.4.2016

Checkliste für die Bewerbung

Was Sie für eine erfolgreiche Bewerbung beachten müssen.

Für eine erfolgreiche Bewerbung müssen einige Punkte beachtet werden. Die Arbeiterkammer hat alle Tipps zusammengestellt.

Vor der Bewerbung:

  • Standortanalyse: Wo liegen Ihre Stärken und Interessen (Interessentests im Internet)? Welche Berufe kommen in Frage und welche werden in Ihrer Region angeboten?
  • nicht auf einen einzigen (Lehr-)beruf oder auf eine Firma fixieren, sondern verschiedene Möglichkeiten ausloten.
  • Berufsbild im Internet anschauen - was wird in diesem Lehrberuf gemacht?
  • Auf Stellensuche gehen: Stellenangebote in Zeitungen und im Internet. Hören Sie sich in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis um. Blindbewerbung bei Wunschfirma möglich.

Die Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse):

  • bereits im Jänner oder Februar beginnen; danach sind die besten (Lehr-)stellen bereits weg.
  • prinzipiell schriftlich, bei mittelgroßen und großen Firmen auch per Mail möglich
  • Bewerbung durch persönliches Erscheinen nur bei manchen kleinen Firmen üblich/möglich, die man meistens auch schon vorher kennt.
  • Rechtschreibung & Grammatik muss perfekt sein: Personalisten achten sehr darauf
  • vollständiger und korrekter Anschrieb an die Kontaktperson: Titel beachten, Schreibweise des Namens
  • DIN-A4 Kuvert für den Versand verwenden und die einzelnen Unterlagen zu einer Mappe zusammenklemmen; evtl. Deckblatt mit Foto bei Ausübung einer berufstypischen Tätigkeit
  • Layout und Gestaltung der Unterlagen sollten dem Beruf angepasst sein. Bewerbungen für eine Tätigkeit im Büro sind wohl eher klassisch gestaltet als für den Beruf der Werbefachfrau
  • Foto: Passfoto-Format, freundlich (kein Reisepass), aktuelles Foto, in Farbe
  • im Text glaubwürdig darlegen, warum Sie diesen Beruf ergreifen wollen und warum bei dieser Firma. 0815-Formulierungen vermeiden.
  • wichtig ist, sich als interessierter Bewerber gegenüber anderen hervorzuheben. Evtl. können Proben Ihres Talents mitgeschickt werden (z.B. gelungene Zeichnungen aus dem DG-Unterricht für einen technischen Beruf oder Zeichnungen kreativer Haarkreationen für angehende FriseurInnen).
  • der Lebenslauf muss vollständig und orthografisch korrekt sein. Handschriftliche Lebensläufe nur auf ausdrücklichen Wunsch der Firma verwenden!
  • das jeweilig aktuelle Zeugnis ist den Bewerbungsunterlagen beizulegen
  • nicht entmutigen lassen; laut einer AK Niederösterreich-Studie schreiben Lehrstellensuchende im Schnitt 10 Bewerbungsschreiben, bis sie eine Lehrstelle finden. Weniger als die Hälfte der Betriebe schreibt bei Bewerbungen überhaupt zurück.

Das Vorstellungsgespräch:

  • üben Sie vorher zu Hause mit den Eltern oder großen Geschwistern und lassen Sie sich anschließend von ihnen Feedback geben.
  • stellen Sie sich auf häufig gestellte Fragen ein: z.B. "Warum wollen sie diesen Beruf erlernen? Warum bei unserer Firma? Wo liegen Ihre Stärken/Schwächen?"
  • Bereiten Sie auch unbedingt eigene Fragen vor: "Gibt es in Ihrer Firma Lehrlinge/junge ArbeitnehmerInnen? In welcher Abteilung würde ich vorwiegend eingesetzt werden? Benötige ich Arbeitskleidung? Wie sind die Arbeitszeiten? Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?“
  • wählen Sie ein zum Beruf und zur Ihrer Person passendes Outfit. Für die meisten Berufe sind Jeans, ein Hemd oder Polo-Shirt absolut ausreichend. Sie müssen sich darin wohlfühlen. In manchen Branchen (z.B. Bank, Versicherung) müssen Sie Ihr Outfit entsprechend anpassen (Anzug, Business-Outfit).
  • achten Sie auf ein gepflegtes Äußeres: schmutzige Fingernägel o.Ä. werden bei der Bewerbung als Zerspanungstechniker oder Kfz-Techniker noch eher toleriert, als bei der Bewerbung als FriseurIn oder Gastronomiefachmann/-frau. Das Bewerbungsgespräch beginnt bereits beim Einparken am Firmenparkplatz bzw. spätestens wenn man das Firmengelände betritt (häufige Fehler: Kaugummi ausspucken, Mitarbeiter nicht grüßen, noch eine Zigarette rauchen etc.)
  • höfliches Auftreten: insbesondere auf gute Umgangsformen (Hand geben, in die Augen schauen, "Guten Tag, Danke, Auf Wiedersehen" sagen) achten Erwachsene und Personalchefs besonders. In Dienstleistungsberufen noch viel mehr als im technischen Bereich.