Checkliste für die Bewerbung

Was Sie für eine erfolgreiche Bewerbung beachten müssen.

Für eine erfolgreiche Bewerbung müssen einige Punkte beachtet werden. Die Arbeiterkammer hat alle Tipps zusammengestellt.

Vor der Bewerbung:

  • Standortanalyse: Wo liegen Ihre Stärken und Interessen (Interessentests im Internet)? Welche Berufe kommen in Frage und welche werden in Ihrer Region angeboten?
  • nicht auf einen einzigen (Lehr-)beruf oder auf eine Firma fixieren, sondern verschiedene Möglichkeiten ausloten.
  • Berufsbild im Internet anschauen - was wird in diesem Lehrberuf gemacht?
  • Auf Stellensuche gehen: Stellenangebote in Zeitungen und im Internet. Hören Sie sich in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis um. Blindbewerbung bei Wunschfirma möglich.

Die Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse):

  • bereits im Jänner oder Februar beginnen; danach sind die besten (Lehr-)stellen bereits weg.
  • prinzipiell schriftlich, bei mittelgroßen und großen Firmen auch per Mail möglich
  • Bewerbung durch persönliches Erscheinen nur bei manchen kleinen Firmen üblich/möglich, die man meistens auch schon vorher kennt.
  • Rechtschreibung & Grammatik muss perfekt sein: Personalisten achten sehr darauf
  • vollständiger und korrekter Anschrieb an die Kontaktperson: Titel beachten, Schreibweise des Namens
  • DIN-A4 Kuvert für den Versand verwenden und die einzelnen Unterlagen zu einer Mappe zusammenklemmen; evtl. Deckblatt mit Foto bei Ausübung einer berufstypischen Tätigkeit
  • Layout und Gestaltung der Unterlagen sollten dem Beruf angepasst sein. Bewerbungen für eine Tätigkeit im Büro sind wohl eher klassisch gestaltet als für den Beruf der Werbefachfrau
  • Foto: Passfoto-Format, freundlich (kein Reisepass), aktuelles Foto, in Farbe
  • im Text glaubwürdig darlegen, warum Sie diesen Beruf ergreifen wollen und warum bei dieser Firma. 0815-Formulierungen vermeiden.
  • wichtig ist, sich als interessierter Bewerber gegenüber anderen hervorzuheben. Evtl. können Proben Ihres Talents mitgeschickt werden (z.B. gelungene Zeichnungen aus dem DG-Unterricht für einen technischen Beruf oder Zeichnungen kreativer Haarkreationen für angehende FriseurInnen).
  • der Lebenslauf muss vollständig und orthografisch korrekt sein. Handschriftliche Lebensläufe nur auf ausdrücklichen Wunsch der Firma verwenden!
  • das jeweilig aktuelle Zeugnis ist den Bewerbungsunterlagen beizulegen
  • nicht entmutigen lassen; laut einer AK Niederösterreich-Studie schreiben Lehrstellensuchende im Schnitt 10 Bewerbungsschreiben, bis sie eine Lehrstelle finden. Weniger als die Hälfte der Betriebe schreibt bei Bewerbungen überhaupt zurück.

Das Vorstellungsgespräch:

  • üben Sie vorher zu Hause mit den Eltern oder großen Geschwistern und lassen Sie sich anschließend von ihnen Feedback geben.
  • stellen Sie sich auf häufig gestellte Fragen ein: z.B. "Warum wollen sie diesen Beruf erlernen? Warum bei unserer Firma? Wo liegen Ihre Stärken/Schwächen?"
  • Bereiten Sie auch unbedingt eigene Fragen vor: "Gibt es in Ihrer Firma Lehrlinge/junge ArbeitnehmerInnen? In welcher Abteilung würde ich vorwiegend eingesetzt werden? Benötige ich Arbeitskleidung? Wie sind die Arbeitszeiten? Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?“
  • wählen Sie ein zum Beruf und zur Ihrer Person passendes Outfit. Für die meisten Berufe sind Jeans, ein Hemd oder Polo-Shirt absolut ausreichend. Sie müssen sich darin wohlfühlen. In manchen Branchen (z.B. Bank, Versicherung) müssen Sie Ihr Outfit entsprechend anpassen (Anzug, Business-Outfit).
  • achten Sie auf ein gepflegtes Äußeres: schmutzige Fingernägel o.Ä. werden bei der Bewerbung als Zerspanungstechniker oder Kfz-Techniker noch eher toleriert, als bei der Bewerbung als FriseurIn oder Gastronomiefachmann/-frau. Das Bewerbungsgespräch beginnt bereits beim Einparken am Firmenparkplatz bzw. spätestens wenn man das Firmengelände betritt (häufige Fehler: Kaugummi ausspucken, Mitarbeiter nicht grüßen, noch eine Zigarette rauchen etc.)
  • höfliches Auftreten: insbesondere auf gute Umgangsformen (Hand geben, in die Augen schauen, "Guten Tag, Danke, Auf Wiedersehen" sagen) achten Erwachsene und Personalchefs besonders. In Dienstleistungsberufen noch viel mehr als im technischen Bereich.