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Einkommensteuer

Jeder, der in Österreich lebt, muss auf das Einkommen Steuer zahlen. Das Einkommen ergibt sich aus der Summe der sieben Einkunftsarten. Von diesem Einkommen werden Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen abgezogen. Daraus ergibt sich die Grundlage für die Einkommensteuer.

Ein Basiseinkommen, das sogenannte steuerliche Existenzminimum, ist allerdings steuerfrei. Es beträgt für ArbeitnehmerInnen jährlich 12.000 Euro für Selbstständige jährlich 11.000 Euro.

Wann muss ich eine Einkommensteuererklärung machen?

Eine Einkommensteuererklärung muss gemacht werden, wenn:

  • Sie ausschließlich aus selbstständiger Tätigkeit ein Einkommen haben, das höher ist als € 11.000,- 
  • Sie sowohl selbständiges Einkommen über € 730,- als auch nicht selbständiges Einkommen haben und das Gesamteinkommen höher ist als € 12.000,-
  • Sie Einkünfte aus einem Betrieb beziehen und Ihr Einkommen daraus höher als 11.000 € ist
  • das Finanzamt Sie dazu auffordert
TIPP

Die Einkommensteuererklärung können Sie im Internet über FinanzOnline machen. Dafür haben Sie bis zum 30. Juni des Folgejahres Zeit. Haben Sie keinen Internetzugang, können Sie die Erklärung auch am Papier machen und beim Finanzamt einreichen. Sie benötigen dafür die Formulare E1 und E1a oder E1a-K. Hier ist die Abgabefirst bis längstens 30. April.

Einkommensteuerbescheid

Die Berechnung der Einkommensteuer können Sie vom Einkommensteuerbescheid ablesen. Auf diesem Bescheid können Sie auch sehen, welche Ausgaben nicht anerkannt wurden. Sind also etwa Sonderausgaben zu Unrecht nicht anerkannt worden, können Sie innerhalb eines Monats ab Zustellung gegen den Bescheid Beschwerde einlegen.

Steuervorauszahlungen

Wenn Sie mehrere lohn- oder einkommensteuerpflichtige Einkünfte in einem Jahr haben und sich deshalb eine Steuernachzahlung ergibt, schreibt Ihnen das Finanzamt eine Steuervorauszahlungen für das folgende Kalenderjahr vor. Die Vorauszahlung wird aber nur dann festgesetzt, wenn sie mindestens 300 € im Jahr beträgt. Wie hoch diese Zahlungen sind, finden Sie am Vorauszahlungsbescheid. Sie bekommen alle drei Monate ein Viertel des gesamten Vorauszahlungsbetrag vorgeschrieben. Sind die Vorauszahlungen zu hoch, beispielsweise weil Sie in diesem Jahr weniger verdienen als im Vorjahr, so können Sie gegen den Bescheid innerhalb eines Monats Beschwerde einlegen.

Ist die Frist abgelaufen, können Sie bis 30. September des Kalenderjahres einen formlosen Antrag auf Herabsetzung der Zahlungen stellen. Im nächsten Einkommensteuerbescheid werden die Vorauszahlungen dann angerechnet.

TIPP

Stellen Sie den Antrag mithilfe unseres Musterbriefes!

Schulden beim Finanzamt?

Wenn Sie Schulden beim Finanzamt haben, können Sie um Stundung des Rückstandes ersuchen oder eine Ratenvereinbarung treffen. Das ist allerdings nur möglich, wenn die sofortige Zahlung mit Härten verbunden wäre.

TIPP

Nutzen Sie dazu ein AK Musteransuchen auf Stundung bzw. auf Ratenvereinbarung! Wurde die Ratenzahlung oder Stundung bewilligt, werden bei weniger als € 750,- Schulden keine Zinsen verrechnet. Sind die Schulden höher, werden Zinsen in der Höhe von 3,88 % (Stand: Jänner 2018) verrechnet.

Wurde die Ratenzahlung oder Stundung bewilligt, werden bei weniger als € 750,- Schulden keine Zinsen verrechnet. Sind die Schulden höher, werden Zinsen in der Höhe von 4,38% (Stand: Jänner 2018) verrechnet.

Formulare "Steuer & Einkommen"

Beantragen Sie eine Veranlagung, auch, wenn Sie dazu nicht verpflichtet sind – meist gibt es Geld zurück! Mit direkten Links zu allen Formularen.

Anträge an das Finanzamt

Falsch berechneter Einkommenssteuerbescheid? Zurückziehen der Veranlagung? Erklärungen und Musterbriefe zu Anträgen für diese und viele weitere Fälle.

Zwei oder mehr Arbeitsverhältnisse

Wie werden Steuer und Sozialversicherung berechnet, wenn Sie zwei oder mehr Arbeitsverhältnisse haben? Wann müssen Sie dem Finanzamt melden?

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