Bildungsferne erreichen

Bildungsferne Schichten sind nicht nur am Arbeitsmarkt benachteiligt. Sie nehmen auch seltener an Weiterbildung und Höher-Qualifizierung teil. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Arbeiterkammer Niederösterreich. Hindernisse sind vor allem Stress in der Arbeit, hohe Kosten, zu wenig Unterstützung der Arbeitgeber und zu wenig Informationen.

Von Weiterbildung haben alle etwas

42 Prozent der Personen mit formal niedrigen Bildungsabschlüssen und in der unteren Beschäftigungshierarchie haben in den vergangenen zwölf Monaten weder an einer Weiterbildung teilgenommen und wollten dies auch nicht. Zu wenig Zeit, Stress in der Arbeit und zu wenig Unterstützung des Arbeitgebers wurden als Hauptgründe genannt. Deshalb ist es wichtig, Teile der Lernprozesse innerhalb der Arbeitszeit miteinfließen zu lassen. Unternehmen sind hier gefordert, Maßnahmen und Strategien zu erarbeiten. Auch muss der Zugang zu Angeboten direkter werden und es gilt, den Nutzen klar hervorzuheben.

Die Betriebe profitieren in hohem Maße davon, wenn sich ArbeitnehmerInnen weiterbilden und sich zusätzliches Know-How aneignen!


Bei Digitalisierung niemanden vergessen

Sowohl ArbeitnehmerInnen als auch ArbeitgeberInnen müssen sich bei der Qualifizierung auf neue Herausforderungen vorbereiten, gerade im Hinblick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt. Besonders bildungsferne Menschen und Geringqualifizierte müssen dabei mitgenommen werden. Es ist eine gemeinsame Aufgabe von Gesellschaft und Unternehmen, auf diese Herausforderungen zu reagieren. Dabei müssen alle ihren Beitrag zu leisten.

Fähigkeiten anerkennen

Wichtig sei ein Ausbau der Anerkennungsverfahren, um bisher erworbene Fähigkeiten – auch informelle - entsprechend anrechnen und zertifizieren zu lassen.

Studie

Bessere Erreichbarkeit weiterbildungsferner Personen