Planspiele

Planspiele eignen sich besonders, jungen Menschen Einblicke in ein komplexes Wirtschaftssystem zu bieten. Sie erlauben das Simulieren wirtschaftlicher Vorgänge, wobei den SchülerInnen Raum für eigenes Experimentieren und Erfahrungen sammeln bleibt.

Was sind Planspiele? 

Planspiele haben eine lange Tradition in der politisch-ökonomischen Bildung. Zuerst eingesetzt für Lern- und Entscheidungsprozesse in Wirtschaft und Politik, wurde ihr Potential auch für Schulen erkannt. Im modernen Schulunterricht sind Planspiele, die in die Gruppe der didaktischen Spiele einzuordnen sind, fixer Bestandteil einer methoden- und abwechslungsreichen Pädagogik.

Die Planspiele der AK Niederösterreich vermitteln nicht nur kognitive Kompetenzen, also Fachwissen, sondern stärken auch instrumentelle Fähigkeiten. Besondere Beachtung kommt sozialen und affektiven Lernzielen zu, die im herkömmlichen Unterricht oft nicht ausreichend abgedeckt werden können. Das Anwenden von Rollenspielen, Grafiken, Tabellen, Diskussionsrunden, Lohnverhandlungen, Reflexionsphasen etc. verstärkt bei den SchülerInnen ein aktiv-produktives Lernen, das den Transfer des Gelernten auf reales Wirtschaftsgeschehen erlaubt.

Durchführung

Die Planspiele finden an Vormittagen ab 9 Uhr statt, dauern 4 bzw.  5 Stunden und werden in den Räumlichkeiten der jeweiligen Bezirksstellen der AK Niederösterreich abgehalten. Die Betreuung erfolgt durch speziell geschulte TrainerInnen, die die volle inhaltliche Gestaltung übernehmen. Vorarbeiten durch den/die KlassenlehrerIn sind nicht notwendig.
Die Planspiele richten sich, je nach Thema, an SchülerInnen ab der 9. bzw. 10. Schulstufe und sind kostenlos. Eventuelle Reisekosten sind von der Schule selbst zu tragen.

Was ist los in "NEULAND"?

ab der 9. Schulstufe, 4 Stunden, 12 – 25 Personen

Im Planspiel reisen die Schüler/-innen in ein fiktives Land und haben die Aufgabe die schwierige Situation im Land, wie Staatsschulden, Arbeitslosigkeit, Zuwanderung und Wohnungsnot, zu lösen. Sie schlüpfen dabei in verschiedene Rollen (Regierung, Behörde, Zeitung, Verein, jugendliche Zuwanderer). Den Verlauf und die Lösungsstrategien haben die Schüler/-innen selbst in der Hand.
Diskriminierung, Populismus und die Suche nach Sündenböcken ist oft der gewählte Lösungsansatz. 
Ziel des Workshops ist aufzuzeigen, wie Gesellschaft funktioniert und welche Einflussmöglichkeiten jede/-er hat, sowie ein Bewusstsein zu schaffen für den Wert der Demokratie.

Planspiel "Sozialstaat? Ja, bitte!"

ab der 10. Schulstufe, 5 Stunden, 12 – 25 Personen

Soziale Errungenschaften erscheinen oft als Selbstverständlichkeit: Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosenversicherung, kostenloser Schulbesuch, Krankenversicherung oder Mindestpension. All das sind Leistungen des Sozialstaates, die nicht vom Himmel gefallen, sondern erstritten und zum Teil hart erkämpft worden sind. Doch was würde passieren, wenn diese Leistungen schrittweise zurückgebaut werden? Wen würde das treffen und wie fühlt sich das an?  

In dem neuen Planspiel für weiterführende Schulen wird ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise des Sozialstaats erzeugt, wobei insbesondere dessen Wert für das eigene Leben vermittelt wird. Neben einem Überblick über die wichtigsten sozialstaatlichen Leistungen in Österreich, steigern die SchülerInnen ihr Wissen zur Finanzierung des Sozialstaates über Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und erkennen so auch den Zusammenhang zwischen sozialstaatlicher Absicherung, Wohlstand und Demokratie.

Planspiel "Wirtschaft"

ab der 10. Schulstufe, 5 Stunden, 12 – 25 Personen

Ziel dieses Brett- und Rollenspieles ist es, SchülerInnen wirtschaftliche Abläufe „hautnah“ erleben zu lassen. Die SchülerInnen übernehmen die Rollen von ArbeitnehmerInnen und UnternehmerInnen bzw. der Regierung. Im Spiel werden volks- und betriebswirtschaftliche Lernziele miteinander verknüpft, die von den SchülerInnen zuvor erarbeitet werden. Je nach Vorwissen wird ein individueller Einstieg in die Thematik gewählt. Soziale und kommunikative Fähigkeiten werden im Spiel bei Lohnverhandlungen und Diskussionsrunden geübt.

Planspiel "Mission fairer Lohn"

ab der 10. Schulstufe, 5 Stunden, 12 – 25 Personen

In dem Rollenspiel steht die spielerische Auseinandersetzung und Heranführung an das Thema "Sozialpartnerschaft" im Vordergrund. Die Schüler und Schülerinnen schlüpfen in die Rollen der wichtigsten AkteurInnen bei den Lohnverhandlungen und übernehmen deren Positionen. Wie bei den realen Kollektivvertragsverhandlungen auch gibt es unterschiedliche Argumentationsketten und Konfliktlinien. Die Jugendlichen erlangen ein erhöhtes Verständnis der wichtigsten Begriffe aus diesem Themenfeld (Lohnverhandlung, Kollektivvertrag, Betriebstrat/Betriebsrätin, Gewerkschaft, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer) und lernen in einem geregelten Spiel-Setting schlüssig und mit Nachdruck zu argumentieren. Am Ende bleibt die Frage: Wer kann überzeugen? Wer setzt sich durch? 

TIPP

Planspiel online buchen und mit wenigen Klicks den Wunschtermin finden: aws.arbeiterkammer.at


AK Young

Die Jugendplattform der AK Niederösterreich

Ausstellungseröffnung © Livio Brandstätter, _

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