20.4.2016

Haneder: Mehr Gerechtigkeit im Steuersystem

Gerechte und angemessene Umverteilung notwendig

Eine deutliche Erhöhung der vermögensbezogenen Steuern fordert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder bei der Tagung des ArbeitnehmerInnenparlaments im Schwechater Multiversum. „Dass selbst die Superreichen dieser Welt schon sagen, sie könnten mehr Steuern zahlen, sollte uns allen zu denken geben. Denn auch sie sorgen sich schon um den sozialen Frieden. Und damit haben sie recht“, so der AKNÖ-Präsident. Haneder wies in seiner Rede vor den 110 KammerrätInnen auf die immer weiter wachsende Kluft zwischen Arm und Reich hin, die für mehr Unsicherheit auf der Welt sorgt. „Wir schüren keinen Neid, aber wir stehen für eine gerechte und angemessen Umverteilung“, zeigte sich Haneder kämpferisch. Denn die Beschäftigten erwarten sich zurecht, dass die Politik nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern handelt, um aus dem Schlamassel der Finanzkrise wieder herauskommen.

Haneder äußerte sich auch zu der von der Regierung beschlossenen Schuldenbremse. Er zeigte sich skeptisch, weil er befürchtet, dass die notwendigen Sparmaßnahmen und Kürzungen auf dem Rücken der ArbeitnehmerInnen ausgetragen werden könnten. „Wir fordern weiterhin mehr Gerechtigkeit für ArbeitnehmerInnen“.

Der Präsident erteilte Eingriffen in das Pensionssystem eine klare Absage: „Unser Pensionssystem ist gesund, es wird lediglich krank geredet.“ Er sprach sich vielmehr dafür aus, dass mehr für Vollbeschäftigung getan wird, um Beiträge für das Pensionssystem zu sichern.

Ausführlich beschäftigte sich Haneder mit dem Arbeitsprogramm der AKNÖ fürs kommende Jahr, in dem er viele seiner Ideen verwirklicht sieht. Zufrieden zeigte sich der AKNÖ-Präsident mit den Fortschritten rund um die Bauplanung der AKNÖ-Zentrale in St. Pölten.

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