7.9.2022

AKNÖ Wieser: Lücke bei Kinderbetreuung in NÖ schließen

AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser © Vyhnalek, AK Niederösterreich

„Ich begrüße es sehr, dass endlich eine Lücke bei der Kinderbetreuung in Niederösterreich geschlossen werden soll“, so AK Niederösterreich Präsident und ÖGB Niederösterreich Vorsitzender Markus Wieser.

In Gesprächen zwischen den Landesparteien von ÖVP, SPÖ und FPÖ wurde die Herabsetzung des Kindergartenalters in NÖ Landeskindergärten diskutiert und eine entsprechende Beschlussfassung im niederösterreichischen Landtag in Aussicht gestellt.

„Seit Jahren fordert die AK Niederösterreich, dass die bisher bestehende Lücke zwischen dem Ende der arbeitsrechtlichen Karenz, die höchstens bis zum zweiten Geburtstag des Kindes dauert, und der Aufnahme in einen NÖ Landekindergarten mit frühestens 2,5 Jahren, geschlossen wird."

„Keinen öffentlichen Kinderbildungs- und -betreuungsplatz nach dem Ende der Karenz zu haben, stellt Eltern seit Langem schon vor große Herausforderungen. Das schließen dieser Lücke ist ein erster Schritt in die richtig Richtung, doch es braucht mehr“, so Wieser.

„Denn neben dem Herabsetzen des Kindergarteneintrittsalters, braucht es ein flächendeckendes, leistbares Angebot mit entsprechend langen Öffnungszeiten um Beruf und Familie vereinbaren zu können."

Kindergärten 25 Tage/Jahr geschlossen

Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria hatten  Kindergärten in Niederösterreich 2021/22 durchschnittlich  25 Tage geschlossen, eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr (21 Tage) und bei den Öffnungszeiten ist  festzustellen, dass mehr als die Hälfte der Kindergärten noch immer vor 16 Uhr schließen. 

Leidtragende sind vor allem Mütter, die nach wir vor die Hauptlast der Kinderbetreuung tragen. Entsprechend schwer ist es für sie einer parallelen existenzsichernden Erwerbstätigkeit nachzugehen. Gerade in Zeiten, in denen Arbeitskräfte dringend gesucht werden, würde auch ein verbessertes Kinderbildungs- und -betreuungsangebot die Situation am Arbeitsmarkt entschärfen.

Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze

Wieser appelliert an die niederösterreichischen Landespolitik, auch diese Unzulänglichkeiten  durch gezielte Investitionen in die Kinderbildung und -betreuung zu beseitigen.

Konkret fordert er einen

  • Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze ab dem ersten Geburtstag des Kindes,
  • eine Ausweitung der Öffnungszeiten, sowie
  • eine Ausbildungsoffensive für mehr Personal. 

„Das gemeinsame Forderungspaket der Sozialpartner und der Industriellenvereinigung auf Bundesebene aus dem Jahr 2020 bildet eine gute Grundlage für eine künftige Reform“, so Wieser.

"Keinen öffentlichen Kinderbildungs- und -betreuungsplatz nach dem Ende der Karenz zu haben, stellt Eltern seit Langem schon vor große Herausforderungen."

Markus Wieser

AK Niederösterreich Präsident und ÖGB Niederösterreich Vorsitzender

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"Keinen öffentlichen Kinderbildungs- und -betreuungsplatz nach dem Ende der Karenz zu haben, stellt Eltern seit Langem schon vor große Herausforderungen."

Markus Wieser

AK Niederösterreich Präsident und ÖGB Niederösterreich Vorsitzender

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