11.11.2016

AK beschließt Voranschlag für 2017 einstimmig

„Da der Bau der neuen Zentrale der Arbeiterkammer unter den veranschlagten Baukosten geblieben ist, können wir für 2017 nicht nur einen ausgeglichenen Budgetentwurf, sondern sogar eine Ausweitung der Sachleistungen für unsere Mitglieder präsentieren“, zeigt sich der scheidende Direktor der AK Niederösterreich, Mag. Helmut Guth, sehr zufrieden mit dem Voranschlag für 2017. Der Voranschlag stößt damit auch auf große Zustimmung bei den KammerrätInnen und wurde einstimmig von allen Fraktionen angenommen. 

Im Rahmen der Herbsttagung des ArbeitnehmerInnen-Parlaments legt das Büro der Arbeiterkammer den Budgetentwurf und das damit verbundene Arbeitsprogramm für das kommende Jahr den gewählten Kammerrätinnen und Kammerräten zur Beschlussfassung vor. Da Direktor Mag. Helmut Guth mit Jahreswechsel in den Ruhestand tritt, legt er zum letzten Mal diesen Voranschlag vor und verabschiedet sich bei dieser Gelegenheit von den Kammerrätinnen und Kammerräten der Vollversammlung.

Insgesamt sind im Voranschlag Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von rund 69 Millionen Euro vorgesehen. Der Löwenanteil davon fließt in unmittelbare Beratungs- und Serviceleistungen für die Mitglieder. Der Sachaufwand für direkte Leistungen für die Mitglieder wird zudem um rund 5 Prozent erhöht. Das umfasst Mehrleistungen im Bereich der Lehrlings- und Jugendprojekte, eine Ausweitung des Budgets für wirtschaftspolitische Studien und angesichts der Arbeitsmarktlage auch für Arbeitsmarktprojekte. Auch die Angebote in der beruflichen Aus- und Weiterbildung werden nochmals um 8 Prozent erhöht. „Dies bereits im Jahr nach der großen Übersiedlung nach St. Pölten zu schaffen, macht mich sehr stolz“, führt Direktor Guth aus. Er übergebe damit ein Haus, das bestens gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft sei. Er erinnert dabei auch an die hohen Vertrauenswerte, die die AK in den letzten Jahren in der Bevölkerung genießt und die es zu erhalten und auszubauen gilt.

Großen Dank spricht Guth gegenüber den Vertretern der Selbstverwaltung für die gute Kooperation auch fraktionsübergreifend aus, an der Spitze Präsident Markus Wieser und seinen beiden Vorgängern Josef Staudinger und Hermann Haneder. Ebenso dankt er den Partnern in den Gewerkschaften, in Landesregierung und Landesverwaltung, den Vertretern der Landeshauptstadt Sankt Pölten und den Kooperationspartnern in Bildung und Wissenschaft. Ausdrücklich hebt Guth das konstruktive Klima unter den niederösterreichischen Sozialpartnern hervor, das viele gemeinsame Projekte zustande bringt. Den meisten Dank widmet der scheidende Direktor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und seinen StellvertreterInnen, die den Elan der Veränderung auch unter schwierigen Bedingungen gemeinsam getragen haben. Seinem Nachfolger gratuliert er zu der faszinierenden Aufgabe und wünscht dem Haus weitere erfolgreiche Jahrzehnte.

Dynamisches Arbeitsprogramm mit Schwerpunkten für die Jugend

Das Arbeitsprogramm für 2017 sieht Schwerpunkte insbesondere im Bereich der interessenpolitischen Grundsatzarbeit in Wirtschafts- und Sozialfragen, wie zum Beispiel für den Erhalt des Sozialstaates im digitalen Wandel vor, ebenso mehr Initiativen und Leistungen für Lehrlinge und junge ArbeitnehmerInnen. BetriebsrätInnen sind eine besonders wichtige Zielgruppe für die AK, daher werden die Schulungstätigkeiten für sie ausgeweitet.  Außerdem wird den neuen Möglichkeiten im ArbeitnehmerInnenzentrum in St. Pölten Rechnung getragen und der Veranstaltungsbereich intensiv weiterbetrieben. „Die ArbeitnehmerInnen brauchen die Unterstützung der AK stärker denn je, gerade angesichts der Entwicklungen am Arbeitsmarkt und der Angriffe auf den Sozialstaat“, führt der Direktor aus, „das Arbeitsprogramm ist somit unsere Antwort auf diese Herausforderungen und bietet Gewissheit, dass die AK auch in Zukunft für die Mitglieder unverzichtbare Leistungen bringen wird“.
 
„Es freut mich, dass ich als neuer Direktor mit Jänner 2017 nicht nur geordnete Finanzen, sondern auch ein neu gebautes Haus übernehme, dafür und für die herzliche Aufnahme bedanke ich mich bei meinem Vorgänger herzlich“, merkt Mag. Joachim Preiß an, der mit 1. Jänner die Geschäftsführung der AK Niederösterreich übernimmt.

Helmut Guth verabschiedet sich mit Rückblick auf 17 Jahre an der Spitze der AK

Helmut Guth hat 1999 die Leitung der AK Niederösterreich übernommen. In seine Direktionszeit fallen die großen Service- und Dienstleistungsoffensiven der AK im Rahmen des Programms AK plus. So wurde von ihm der 100-Euro-Bildungsbonus initiiert und die Bildungsberatung der AK eingeführt und ausgebaut. Im Konsumentenschutz wurde der sogenannte Kreditzinsenskandal nicht nur aufgedeckt, sondern betroffene niederösterreichische ArbeitnehmerInnen tatkräftig unterstützt, zu viel bezahlte Kreditzinsen zurückzuerhalten. Ebenfalls viel Geld haben die ArbeitnehmerInnen durch die Einführung der Steuerspar-Wochen zurückbekommen, die flächendeckend im gesamten Bundesland angeboten werden. Außerdem wurden die Bezirksstellen der AK saniert bzw. zum Teil neugebaut und als regionale ArbeitnehmerInnenzentren geführt.

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