29.4.2016
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Sozialminister Stöger ortet Verteilungsproblem in Arbeitswelt

Sozialminister Alois Stöger hat vor kurzem mit einem Grundsatzreferat die laufende Sitzung des niederösterreichischen ArbeitnehmerInnenparlaments eröffnet. Er ortet ein Verteilungsproblem in der Arbeitswelt: Arbeitslosigkeit auf der einen, Überstunden auf der anderen Seite und plädierte für eine Arbeitsmarktpolitik im Sinne der ArbeitnehmerInnen. ÖGB NÖ-Vorsitzender und AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser sprach sich für faire Beschäftigungsverhältnisse, faire Löhne für korrekte Arbeit, eine gerechte Vermögensbesteuerung und verpflichtende betriebliche Gesundheitsförderung aus.

Für ihn sei es eine große Freude, die erste Rede auf der ersten Sitzung des ArbeitnehmerInnenparlaments im ANZ in St. Pölten und auch seine erste Rede als Sozialminister in einer Arbeiterkammer zu halten, betonte Sozialminister Alois Stöger zu Beginn seines Grundsatzreferats, das auch die laufende Sitzung des Gremiums eröffnete. „Ich freue mich ganz besonders, weil mein ganzes Leben mit der AK verbunden war. Alles, was mich ausmacht, hat Wurzeln in der Arbeiterkammer, der ArbeiterInnenbewegung und der Gewerkschaft.“ Thematisch legte Stöger den Schwerpunkt auf den Arbeitsmarkt: „Wir haben Verteilungsungerechtigkeit in der Arbeitswelt: Zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit und beim Arbeitsvolumen: Wir haben Menschen, die vor lauter Arbeiten kaum Luft zum Atmen haben und 400.000 Arbeitslose.“ Die Industrie 4.0 werde neue Verschiebungen und Herausforderungen bringen. „Wir brauchen neue Wege, Arbeit gerechter zu verteilen, neue Modelle der Arbeitszeitverkürzung.“ Diese Debatte könnte nicht vom Sozial- und Arbeitsminister alleine geführt werden. „Sie muss auch von BetriebsrätInnen geführt werden, in den Gewerkschaften, von Kammerrätinnen und Kammerräten.“

Sozialminister Alois Stöger - Verteilungsgerechtigkeit

AK-Präsident setzt Schwerpunkt auf Arbeitsmarkt 

Das Thema Arbeitsmarkt bleibt der Schwerpunkt der 5. Vollversammlung der Arbeiterkammer Niederösterreich. In Niederösterreich seien besonders ältere ArbeitnehmerInnen von Arbeitslosigkeit gefährdet, stellte AK-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser fest. „Wenn von älteren Beschäftigten immer wieder verlangt wird, dass sie länger arbeiten sollen, dann müssen dafür auch ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen“, forderte Wieser. Es brauche faire Beschäftigungsverhältnisse, faire Löhne für korrekte Arbeit, eine gerechte Vermögensbesteuerung und verpflichtende betriebliche Gesundheitsförderung. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen gesund in die Arbeit gehen und gesund von der Arbeit kommen, um am Ende des Erwerbslebens auch gesund in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, mit einer Pension, von der sie gut leben können.

Markus Wieser - Arbeitsmarkt

Übersiedlung ist klares Bekenntnis zu Niederösterreich

Die Sitzung hat historische Bedeutung. Es ist die erste Sitzung des Gremiums im gestern eröffneten ArbeitnehmerInnen-Zentrum in St. Pölten. „Die Übersiedlung ist ein klares Bekenntnis zu Niederösterreich und zur Landeshauptstadt. Wir werden jetzt von St. Pölten aus mit aller Vehemenz die ArbeitnehmerInnen vertreten und uns für sie stark machen. Faire Löhne für korrekte Arbeit sind wichtiger denn je. Flexibilisierung darf keine Einbahnstraße sein. Denn es sind letztlich die ArbeitnehmerInnen, die mit ihrer Hände- und Geistesarbeit die Wertschöpfung in diesem Land erbringen“, so der AK-Präsident abschließend. 

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