14.2.2024

NÖ Finanzführerschein

Die Schuldnerberatung NÖ, die Arbeiterkammer Niederösterreich und das Land Niederösterreich setzen einen wichtigen Schritt zur Stärkung der finanziellen Bildung von Schülerinnen und Schülern von Polytechnischen Schulen.

Durch die Einführung des Pilotprojekts „NÖ Finanzführerschein“ sollen junge Menschen frühzeitig die notwendigen Kenntnisse erwerben, um verantwortungsbewusst mit Geld umzugehen und sich eine nachhaltige finanzielle Zukunft aufzubauen.

„Junge Menschen, die kurz vor dem Eintritt ins Erwerbsleben stehen, müssen darauf vorbereitet werden, verantwortungsbewusst mit ihrem ersten eigenen Geld umzugehen“, betonen AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig bei der Projektvorstellung. 

Smart mit Geld

Der Finanzführerschein wird an ausgewählten Polytechnischen Schulen in Niederösterreich eingeführt und bietet praxisnahe Module zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen im Umgang mit dem eigenen Geld. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei unterstützt, ein Bewusstsein für die Bedeutung von Budgetplanung, Sparen und Investitionen zu entwickeln. Der Fokus liegt auf der Sensibilisierung für mögliche Fallstricke im Umgang mit Geld und der Vermeidung von Überschuldung.

„Die steigenden Lebenshaltungskosten und die allgemeine Teuerung belasten die Geldbörsen der Menschen. Insbesondere junge Menschen, die kurz vor dem Eintritt ins Erwerbsleben stehen, müssen darauf vorbereitet werden, sicher mit ihrem ersten eigenen Einkommen umzugehen“, erklärt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser.

In der finanziellen Bildung sieht die AK Niederösterreich einen zentralen Baustein, um jungen Menschen die nötigen Fähigkeiten für einen sicheren Umgang mit ihren Finanzen zu vermitteln. Die zunehmende Verbreitung des Online-Shoppings und der Einfluss von Social Media auf Konsumentscheidungen stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Wir möchten vor den Risiken dieser Verlockungen warnen und setzen im Rahmen des Finanzführerscheins auf Aufklärung.

Finanzkompetenz ist wichtig

Auch das Land Niederösterreich sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Finanzbildung im Bundesland.

„Dieses Projekt ist ein weiterer Schritt, um Bildung noch praxisnäher zu gestalten und den Schülerinnen und Schülern wichtige Lebenskompetenzen zu vermitteln. Eine solide Finanzbildung soll einen nachhaltigen Beitrag zur individuellen Lebensgestaltung leisten. Dieses Projekt ist ein deutliches Zeichen für die Wichtigkeit von Finanzbildung in der schulischen Ausbildung“, unterstreicht Landesrätin Mag. Christiane Teschl-Hofmeister.

„Finanzkompetenz ist wichtig, damit junge Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können – mit weniger Geldsorgen und mehr Entscheidungsfreiheit in der Lebensgestaltung. Mit der Förderung des Wissens rund um Geld leisten wir auch einen Beitrag für den Schutz vor Armut und sozialer Ausgrenzung“., sagt Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

1200 Klienten bereits in jungen Jahren überschuldet

„Im letzten Jahr waren über 30 Prozent unserer Klienten unter 35 Jahre alt, 6 Prozent sogar unter 25 Jahre. In konkreten Zahlen bedeutet dies, dass 1200 unserer Klienten bereits in jungen Jahren überschuldet sind und ohne fremde Hilfe aus dieser Situation nicht mehr herauskommen. Aus diesem Grund haben wir den NÖ Finanzführerschein ins Leben gerufen. In Finanzbildung schlecht ausgebildete Jugendliche haben es im späteren Leben schwerer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das führt nicht nur zu Verschuldungssituationen, sondern auch zur gesellschaftlichen Ausgrenzung. Ziel des NÖ Finanzführerschein ist, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Grundausbildung in finanziellen Belangen zu vermitteln, damit sie in ihrem zukünftigen Geldleben ,im Plus bleiben‘“, sagt Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung Niederösterreich.

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