8.7.2019

Vom eigenen Ehemann gekündigt: AK Niederösterreich holt 14.000 Euro für Kellnerin

In einem Rosenkrieg, der auch arbeitsrechtliche Konsequenzen mit sich brachte, hat die AK Niederösterreich für eine Kellnerin 14.000 Euro an Nachzahlungen erreicht. Sie hatte im Gasthaus ihres Mannes gearbeitet und war während der Scheidung gekündigt worden. Dabei wollte er sie mit einem Kleinbetrag abspeisen. „Letztlich musste der Wirt seiner Frau 36 Wochen Urlaub nachbezahlen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Zwölf Jahre lang hatte die Kellnerin im Gasthaus ihres Mannes gearbeitet, und Jahr für Jahr, gemeinsam mit ihm, nur zwei Wochen Urlaub konsumiert. Das muss er gewusst haben, als er sie bei der Trennung kündigte. Er versuchte, sie mit 1.700 Euro für den entgangenen Urlaub abzuspeisen.

Die Mostviertlerin wandte sich an die AK Niederösterreich. Die ExpertInnen errechneten in weiterer Folge die ausständigen Ansprüche für die Arbeitnehmerin. Der Ex-Mann- und Arbeitgeber musste der Betroffenen schließlich 36 Wochen Urlaub nachbezahlen, wie ein Vergleich vor dem Arbeits- und Sozialgericht ergab. „Für die 58-Jährige waren das 14.000 Euro", sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Die fällige Summe kann die Frau für den Start des neuen Lebens wohl gut brauchen. Der Gang zur Arbeiterkammer hat sich für die Dienstnehmerin mehr als ausgezahlt.

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