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Mehr als 800 Arbeitsstunden blieben unbezahlt: AK erkämpft 63.000 Euro für Angestellten

AK-Präsident Wieser: „Haben die Ansprüche für den Beschäftigten gesichert“

Mehr als 800 Plusstunden auf dem Zeitkonto verzeichnete ein Beschäftigter, als sein Arbeitgeber, eine kleine Firma mit nur einer Handvoll Mitarbeiter im Großraum St. Pölten, Konkurs anmelden musste. Der Teilzeitbeschäftigte suchte Rat bei der AK Niederösterreich. Die Arbeitsrechtsexperten meldeten die offenen Forderungen, darunter auch ausgebliebene Löhne und Sonderzahlungen, beim Insolvenzfonds an – mehr als 63.000 Euro. „Durch unsere Hilfe kam der Betroffene zu dem ihm zustehenden Geld“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. 

Richtig ins Zeug gelegt hatte sich ein 39-Jähriger für seinen Arbeitgeber – weil er an den Erfolg des Unternehmens glaubte. Erst für acht Stunden pro Woche angestellt, wurde er bald auf 18 Stunden hochgestuft. Im Büro saß er aber oft doppelt so lang. „Mit meinem Chef war abgesprochen, dass ich für die anfallenden Plusstunden später, nach Vertriebsstart, Zeitausgleich nehmen dürfe. Einen Teil davon wollte man mir Monat für Monat auszahlen“, erinnert sich der Beschäftigte. So sammelten sich im Laufe der Zeit mehr als 800 Plusstunden an – eine anstrengende Zeit für den Mann, der damals parallel noch ein Studium absolvierte: „Doch ich habe an die Idee, den Erfolg geglaubt, mein Herzblut in die Sache gesteckt.“ Dann blieben die Löhne aus.

Als das Unternehmen schließlich Insolvenz anmelden musste, blieb dem Arbeitnehmer nur der Weg zur AK. „Detaillierte und lückenlose Unterlagen und Arbeitszeitaufzeichnungen zeigten: Zusätzlich zu den 800 Stunden waren auch noch der Lohn eines halben Jahres, dazu Zuschläge, zahlreiche nicht konsumierte Urlaubstage und Sonderzahlungen offen“, erklärt AK-Arbeitsrechtsexpertin Gabriele Umgeher den hohen ausstehenden Betrag. Nach sorgfältiger Berechnung meldete sie die gesamten Ansprüche beim Insolvenzfonds an. Mit Erfolg: Mehr als 63.000 Euro bekam der Mann mittlerweile nachgezahlt. „Hätte sich der Angestellte nicht an die AK Niederösterreich gewendet, wäre er um seine Ansprüche umgefallen“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. 

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