Kein Lohn mehr für Koch kurz vor Pensionierung


Nach mehr als 20 Jahren als Koch in einem Gastrobetrieb im Bezirk Gänserndorf endlich in die wohlverdiente Korridorpension gehen – darauf freute sich Johann M. schon sehr. Am 1. Juni 2018 sollte so für den 62-Jährigen so weit sein. Doch in den Monaten davor blieben plötzlich die Lohnzahlungen seines Arbeitgebers aus, der Chef vertröstete den Beschäftigten immer wieder aufs Neue – bis dieser den Weg zur AK-Bezirksstelle suchte, um sich beraten zu lassen. Dabei zeigte sich: Nicht nur dass die Löhne nicht ausbezahlt wurden – auch bei den Feiertagszuschlägen war ihm sein Arbeitgeber einiges schuldig geblieben. 

Da Herr M. in seinem Berufsleben seine Arbeitszeiten stets genau aufgezeichnet hatte, war es den Arbeitsrechtsexperten der AK-Bezirksstelle Mistelbach möglich, die offenen Ansprüche für den 62-Jährigen einzufordern. Mit Erfolg: Der mittlerweile pensionierte Koch erhielt mehr als 37.500 Euro für die nicht bezahlten Feiertagszuschläge und die nicht bezahlten Löhne von seinem Ex-Arbeitgeber überwiesen. „Ich bin froh, dass unsere JuristInnen unserem AK-Mitglied zu seinem Recht verhelfen konnte. Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, seine Arbeitszeiten genau zu dokumentieren“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. 

Herr M. genießt mittlerweile seine wohlverdiente Pension: „Rückblickend betrachtet, hätte man sich schon viel früher an die Arbeiterkammer wenden können. Denn in Situationen wie diesen ist es gut, Hilfe und Unterstützung zu bekommen“, so M. 

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