25.4.2019

Fast 140 Mehrstunden nicht bezahlt: AK Niederösterreich holte 8.100 Euro für Büroangestellte

Obwohl sie nur 20 Wochenstunden beschäftigt war, sammelte eine 54-Jährige binnen zwei Jahren jede Menge "Plusstunden" an. Zum Ende des Dienstverhältnisses waren es 139,5 Stunden, die der Frau im Bezirk Bruck/Leitha nicht ausbezahlt worden waren. Die Büroangestellte wandte sich daher an die AK Niederösterreich. „Erst nach unserer Intervention hat der Betrieb schließlich die ausstehenden 8.100 Euro für Mehrstunden und Kündigungsentschädigung bezahlt“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Die Büroangestellte hat von Mai 2016 bis September 2018 in einer Firma im Bezirk Bruck an der Leitha gearbeitet, ehe sie gekündigt wurde. Mehrmals urgierte sie daraufhin die Auszahlung der offenen Mehrstunden. Als jedoch nichts passierte, wandte sie sich an die Arbeiterkammer. „Durch unseren Einsatz erhielt die Frau ihre berechtigten Ansprüche“, so Wieser.

Zu den Mehrstunden kam außerdem eine Kündigungsentschädigung. Die ArbeitsrechtsexpertInnen der AK hatten nämlich festgestellt, dass die Kündigung durch den Dienstgeber frist- und terminwidrig erfolgt war. „Dieser Fall zeigt wieder einmal deutlich: es zahlt sich aus, die ExpertInnen der AK Niederösterreich zu kontaktieren, um zu seinem Recht zu kommen“, sagt Wieser.

Auch die 54-Jährige zeigte sich dankbar den positiven Ausgang und die Hilfe der AK: „So weiß man als Arbeitnehmerin, dass man nicht alleine dasteht“, betonte die Arbeitnehmerin.

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