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Chef wollte Arbeitnehmer mit Behinderung loswerden. Das kam teuer!

Ein Unternehmen aus der Transportbranche wollte einen Arbeitnehmer mit Behinderung loswerden. Doch die Eigentümer hatten nicht mit der AK Niederösterreich gerechnet. Die erreichte für den Betroffenen eine Abschlagszahlung von 9.300 Euro brutto.

Die Unterstützung durch die AK Niederösterreich dürfte für einen 35-Jährigen die Folgen des Jobverlusts erheblich gemildert haben. Der Arbeitgeber muss dem Teilzeitbeschäftigten nach einem Vergleich, den die ExpertInnen der AK ausverhandelten, knapp 20 Monatsgehälter bezahlen. Im Gegenzug stimmte der Mann, der nach einer schweren Erkrankung begünstigt behindert ist, einer einvernehmlichen Auflösung zu und erspart damit dem Unternehmer ein langwieriges Verfahren vor dem Sozialministeriumsservice.

Das Geld wird er dringend brauchen können. Der Arbeitnehmer brauchte neben seiner Arbeit bei dem niederösterreichischen Transportunternehmen einen zweiten Job in der Bundeshauptstadt, um sich finanziell über Wasser zu halten. Mit den hohen Vergleichszahlungen sollen seine Schwierigkeiten bei der bevorstehenden Jobsuche abgemildert werden. Verlieren Menschen mit Behinderung ihren Arbeitsplatz, müssen sie überdurchschnittlich lange einen neuen suchen.

"Etwa ein Drittel aller begünstigt Behinderten in Österreich ist arbeitslos", erklärt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. "Und während die Arbeitslosigkeit bei fast allen Bevölkerungsgruppen sinkt, steigt sie bei Menschen mit Behinderung leider nach wie vor. Hier müssen wir gegensteuern. Menschen mit Behinderung müssen von der aktiven Arbeitsmarktpolitik besonders gefördert werden. Außerdem muss die Ausgleichstaxe für alle Unternehmen erhöht werden, die weniger ArbeitnehmerInnen mit Behinderung beschäftigen, als sie müssten."

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