15.3.2019

Chef erfand „Einvernehmliche“ bei Küchenhelferin - AK NÖ erkämpft 4.600 Euro für Betroffene 

Angeblich „einvernehmlich“ soll das Dienstverhältnis einer Küchenhelferin im Waldviertel gelöst worden sein. Doch diese Version hatte der Dienstgeber erfunden. Die Frau hatte einer einvernehmlichen Auflösung nie zugestimmt. „Wir haben für die Betroffene alle offenen Ansprüche eingefordert. Die Arbeitnehmerin erhielt 4.600 Euro“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. 

100 Überstunden in nur vier Monaten sammelte eine Küchenhilfe an, die in einem Restaurant in Waidhofen/Thaya beschäftigt war – bis sie erkrankte. Als die 47jährige in den Krankenstand ging, meldete der sie von der Krankenkasse ab und behauptete, man habe das Dienstverhältnis einvernehmlich aufgelöst. Dieser Auflösung hat die Dienstnehmerin aber niemals zugestimmt. 

Die 47-Jährige wandte sich daraufhin an die AK-Niederösterreich. Die ExpertInnen kontrollierten auch die Endabrechnung und kamen zum Schluss: Es fehlten die offenen Überstunden, die die Frau geleistet hatte, ebenso die fällige Kündigungsentschädigung und die Urlaubsersatzleitung für 13 Tage Urlaub. Nach Intervention bei dem Restaurantbetrieb erhielt die Arbeitnehmerin ihre berechtigten Ansprüche in Höhe von 4.600 Euro. Für die betroffene Dienstnehmerin, die ein geringes Einkommen hat, ist diese erkämpfte Summe besonders wichtig. 

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