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Assistentin musste (Ex-)Chef viermal klagen

Eine Angestellte aus dem Waldviertel musste ihren mittlerweile ehemaligen Arbeitgeber viermal mit Hilfe der AK Niederösterreich klagen, um ihre offenen Gehaltsansprüche zu bekommen. Bereits 2015 verweigerte der Arbeitgeber Zahlungen, als die Frau in Karenz ging. Sie wandte sich an die AK. "Mit der Hilfe unseres Rechtsschutzes erhielt die Arbeitnehmerin 18.000 Euro nachbezahlt", sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Angefangen hatten die Probleme 2015: Die letzten sechs Wochen, bevor die Angestellte in Karenz ging, bezahlt der Chef einfach nicht. Aus finanziellen Gründen arbeitete sie während der Karenz geringfügig bei der alten Firma – mehr als ein Jahr lang. Auch das wurde nicht bezahlt. Weil der Dienstgeber sich trotz Interventionen der ArbeitsrechtsexpertInnen der AK Niederösterreich weigerte, die berechtigten Ansprüche der 34-Jährigen zu bezahlen, zog die Arbeiterkammer für die Betroffene vor das Arbeits- und Sozialgericht.

Trotzdem kehrte die Betroffene nach der Karenz an den alten Arbeitsplatz zurück. Und kündigte erst, als sie mit dem zweiten Kind in Karenz war. Auch hier vergaß der Ex-Chef, den offenen Resturlaub, aliquote Sonderzahlungen und das offene Gehalt für die Kündigungsfrist zu zahlen. Der Großhändler hatte sich auch hartnäckig geweigert, das Dienstzeugnis für seine ehemalige Angestellte auszustellen, auf das sie einen Anspruch hat. Insgesamt mussten vier Klagen eingereicht werden.

Letztlich erhielt die Arbeitnehmerin alle Ansprüche. "Auch das Dienstzeugnis hat sie schließlich bekommen", so Wieser. Der Fall zeigt neuerlich, wie wichtig der Rechtsschutz der Arbeiterkammer Niederösterreich für die Betroffenen ist. Ohne die Unterstützung der ExpertInnen wäre es schwer geworden, die berechtigten offenen Ansprüche durchzusetzen.

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