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AK Niederösterreich gewann dreijährigen Rechtsstreit um Monatslohn für Reisebüroangestellte

Ein dreijähriger Gerichtsstreit, den die AK Niederösterreich für eine ehemalige Reisebüro-Mitarbeiterin geführt hatte, hat ein endgültiges Urteil zugunsten der Arbeitnehmerin gebracht. Ihr ehemaliger Arbeitgeber muss ihr einen fehlenden Monatslohn von 2.100 Euro nachbezahlen. Die Prozesskosten, die nach der Niederlage vor Gericht jetzt der Arbeitgeber tragen muss, machen mehr als das Vierfache aus. "Ohne AK-Rechtsschutz wäre es für die Dienstnehmerin wohl kaum möglich gewesen, dieses lange Verfahren zu finanzieren um zu ihrem Recht zu kommen", so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Die AK-ExpertInnen forderten im Jahr 2014 für eine ehemalige Angestellte eines Reisebüros im Bezirk Mödling einen ausstehenden Monatslohn in der Höhe von 2.100 Euro brutto nach. Den hatte das Unternehmen nicht bezahlt, nachdem die damals 46-Jährige das Dienstverhältnis während der Probezeit aufgelöst hatte.

Nachdem der Dienstgeber vom Arbeits- und Sozialgericht in erster Instanz verurteilt wurde, den ausstehenden Lohn zu bezahlen, zog der Unternehmer durch alle Instanzen. Bis er vor kurzem rechtskräftig verurteilt wurde, seiner ehemaligen Beschäftigten den ausstehenden Monatslohn in Höhe von 2.100 Euro samt Zinsen nachzuzahlen. "Nach drei Jahren hat die Betroffene das Geld endlich erhalten", sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. "Das zeigt einmal mehr, wie wichtig der AK-Rechtsschutz für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist", so Wieser.

Die Gerichtskosten machen indes ein Vielfaches des ausstehenden Monatslohns aus: 8.600 Euro und die Kosten für den Anwalt des Reisebüros, die etwa gleich hoch sein dürften. Diese muss das Unternehmen bezahlen, weil es das Gerichtsverfahren verloren hat.

Zusätzlich konnte die Betroffene dank der AK Niederösterreich ungerechtfertigte Schadenersatzansprüche des Reisebüros abwenden. Die Mitarbeiterin habe bereits gebuchte Reisen gelöscht, die Daten vernichtet und so dem Reisebüro einen Schaden von 22.000 Euro zugefügt, behauptete das Unternehmen. Vor Gericht bestätigten die KundInnen, dass sie keine der Reisen fix gebucht hatten, die die Mitarbeiterin gelöscht haben soll: Freispruch für die Ex-Mitarbeiterin beim Strafprozess und Abweisung der Schadenersatzklage beim Arbeitsgericht.

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