6.3.2014
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Grundsteinlegung beim ArbeitnehmerInnen-Zentrum

In der Herzogenburgerstraße entsteht das neue ArbeitnehmerInnen-Zentrum von Arbeiter­kammer und Gewerkschaft. Am 6. März 2014 erfolgt die Grundsteinlegung für das Haupthaus durch Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und AK-Präsidenten Markus Wieser. „Wir legen heute den Grundstein für die Zukunft einer starken ArbeitnehmerInnenvertretung, die hier eine neue Heimat bekommen wird“, erklärt Präsident Wieser. Im Jänner 2016 wird der Bau fertig­gestellt sein.

„Der Grundstein symbolisiert das Fundament, auf das wir unser Gebäude bauen. Für uns ist er darüber hinaus auch ein Zeichen für die hervorragende Unterstützung, die die Arbeiterkammer bei ihrem Neubau durch die Stadt St. Pölten erhält“ erklärt AKNÖ-Präsident Markus Wieser beim Festakt. Er freut sich daher, den Grundstein gemeinsam mit dem Bürgermeister Mag. Matthias Stadler zu legen: „Das ist nicht nur die Basis für das Bauvorhaben, sondern auch ein Auftakt für weitere erfolg­reiche Kooperationen – im Sinne der ArbeitnehmerInnen. Das neuerrichtete ArbeitnehmerInnen-Zentrum von AK und ÖGB soll ein fester Bestandteil im Leben der St. Pöltner werden.  

Bürgermeister Mag. Matthias Stadler hebt anlässlich der Grundsteinlegung hervor: „Die Landeshaupt­stadt St. Pölten profitiert vom Neubau der Arbeiterkammer NÖ-Zentrale in mehrfacher Weise: Zuerst wird mit diesem Bauprojekt ein wesentlicher städtebaulicher Akzent in diesem Stadtteil gesetzt. Weiters entstehen hier Büros für rund 350 Bedienstete und das wird sich schon in naher Zukunft in vielen Bereichen der Stadt positiv auswirken, etwa für die Gastronomie oder die Kaufleute. Für die niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen steht schon bald eine zentrale Beratungsstelle in ver­kehrs­technisch sehr günstiger Lage zur Verfügung. Nicht zuletzt werden der Veranstaltungssaal und die Seminarräume zusätzliche Impulse im Veranstaltungsbereich bringen. Alles in allem ist also die Über­siedlung der AKNÖ von Wien nach St. Pölten ein absoluter Gewinn für die Stadt.“  

Zufrieden zeigen sich alle Verantwortlichen über den raschen Baufortschritt. Das günstige Wetter konnte bisher optimal genutzt werden, nun hofft man sogar schon im Spätherbst mit dem Hochbau so weit zu sein, dass die Gleichenfeier begangen werden kann. „Wichtig ist uns aber natürlich, dass trotz aller Terminsetzungen der Bau unfallfrei passiert, das ist mir ein besonderes Anliegen, das ich gerade bei der Grundsteinlegung in Erinnerung rufen möchte“, betont AK-Präsident Wieser. 

Modernes Bürogebäude für 350 Arbeitsplätze

Insgesamt entsteht am Areal ein Bürogebäude mit einem Untergeschoss und drei bzw. vier Obergeschossen. Es wird in einer Kammstruktur errichtet, ein Kerngebäude, das sich parallel zur Straße erstreckt, verbindet vier weitere Gebäudeteile. „Damit können wir das Gelände optimal ausnutzen“, erklärt AK-Präsident Markus Wieser, „Unsere ExpertInnen haben sich in der Planung sehr genau mit den Anforderungen des zukünftigen Beratungs- und Bürobetriebes auseinandergesetzt und diese Vorgaben haben letztendlich zu den Entwürfen des niederösterreichischen Architekturbüros Maurer & Partner ZT GmbH geführt.“ Es werden rund 350 Arbeits­plätze entstehen, die optimal an die Arbeitsprozesse der MitarbeiterInnen angepasst werden sollen. Dir. Mag. Helmut Guth streicht hervor, dass der Neubau die Chance schaffe, die Kontakte mit den Mitgliedern auf eine moderne Basis zu stellen. Gleichzeitig werden in den Projekten „Activity Based Working“ (bis 2016) und „New World of Working“ (bis 2020) neue Formen des MitarbeiterInnen-gerechten Arbeitens und Zusammenarbeitens vorbereitet. „Es ist wichtig, die Potentiale neuer Arbeitsweisen und die Bedürfnisse der Arbeitnehmer­Innen, diese zu nutzen, in der eigenen Kammerorganisation Schritt für Schritt zu erkunden. Über die eigene Erfahrung in unserer Organisation bauen wir zusätzliche Beratungs­kom­petenzen zum Thema „Neue Arbeitswelten“ auf. Das alles wird möglich, weil wir hier neu bauen.“ 

Mit dem Bau wurde das Bieterkonsortium Gerstl/Steiner nach internationaler Ausschreibung als Total­unternehmer beauftragt. Direkt am Bau sind bis zu 120 Arbeiter tätig. „Ein weiterer wichtiger Punkt ist dabei, dass möglichst viel der Wertschöpfung des Neubaus in Niederösterreich bleibt. Das ist mit dem Bieter­kon­sortium garantiert“, zeigt sich AK-Präsident Wieser zufrieden. Die entscheidenden Aufträge konnten an niederösterreichische Firmen oder Firmen aus der Ostregion vergeben werden. 

Barrierefreies Beratungs- und Veranstaltungszentrum

Herzstück des neuen Gebäudes ist das Beratungszentrum der AK. Hier wird allen Ratsuchenden kom­ petent, rasch und diskret weitergeholfen. Dominiert wird das Erdgeschoss durch das große Ver­an­stal­tungs­zentrum mit einem teilbaren Konferenzsaal und Seminarräumen. Außerdem wird auch das Be­rufs­förderungsinstitut (BFI), in das Gebäude einziehen und Schulungen in eigenen EDV-Schulungs­sälen anbieten. Café und Kantinenbereich sollen für alle BesucherInnen zugänglich sein und eine Kom­munikationsdrehscheibe werden. Alle Bereiche im Gebäude werden barriere­frei sein.  

Soziale und ökologische Ziele verwirklichen

In der Arbeiterkammer hat man sich für den Bau des Hauses mehrere Ziele vorgenommen. Zahlreiche soziale, kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Standards wurden vorab für die Umsetzung de­finiert. Die Einbindung der MitarbeiterInnen in die Planung des Gebäudes war so ein Ziel, Umwelt­standards zu verwirklichen, ist ein weiteres. Daher wird das Bürogebäude als Niedrigst-Energiehaus errichtet. Grundwasser-Wärmepumpe, Nutzung von Solarstrom durch eine Photovoltaikanlage am Dach und weitere Einzelmaßnahmen sind daher beschlossen worden.  

Bereits fertiggestellt wurde das Parkdeck. Später wird es mit einem eigenen Steg mit dem Haupthaus verbunden. Das Bürogebäude wird Anfang 2016 fertig gestellt, im Frühjahr kann der Betrieb aufge­nom­men werden. Errichtet wurden ebenso bereits das Jugendzentrum Steppenwolf und die Kulturhalle frei:raum. Der Neubau dieser Einrichtungen war Grundbestandteil der Vereinbarung zwischen Stadt St. Pölten und AK Niederösterreich. Erst mit der Absiedelung dieser Zentren konnte der Abriss des ehemaligen Schlachthofes finalisiert und der dritte Bauabschnitt begonnen werden. 

Auf www.anzstp.at sind weitere relevante Informationen zum Bau des ArbeitnehmerInnen-Zentrums St. Pölten abrufbar.


Bildtext: Unterstützt vom jüngsten Lehrling auf der Baustelle, Martin Wegenberger (16), und dem ältesten und erfahrensten Bauarbeiter, Max Ribic (61), verlegten Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, AKNÖ-Präsident Markus Wieser, Direktor Mag. Helmut Guth (ganz rechts) und Ing. Ferdinand Stadler von Steinerbau den Grundstein für das ArbeitnehmerInnen-Zentrum. (© AKNÖ/Kromus)

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