24.8.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Arbeitsrecht Halbjahresbilanz 2017 - Bezirk Korneuburg

Nicht immer geht es bei den Einsätzen der AK Niederösterreich um hohe Summen. Wie zum Beispiel in dem Fall eines Jobsuchenden aus dem Bezirk Korneuburg, der frustrierende Erfahrungen machen musste. Zahlreiche Bewerbungen, Vorstellungsgespräche und immer aufs Neue die Hoffnung: Dieses Mal wird's etwas mit dem Job. Doch Fehlanzeige. Vielmehr hieß es „Endstation Schnuppertag“. Dabei hatte der Mann sogar doppeltes Pech: Innerhalb weniger Wochen wurde er bei zwei verschiedenen Unternehmen zu einem „Probetag“ bestellt – in einer der Firmen bekam er anschließend für drei Tage Arbeit. Geld sah er dafür aber in beiden Fällen keines. Und auch bei der Gebietskrankenkasse wurde er für die beiden „Probetage“ nicht ordnungsgemäß angemeldet.

Dass der Jobsuchende damit nicht allein ist, weiß AK-Bezirksstellenleiter Alfred Jordan aus der täglichen Beratungsarbeit: „Fällen wie diesem begegnen wir in der Bezirksstelle immer wieder. Die Praxis, DienstnehmerInnen einen sogenannten Schnuppertag unbezahlt arbeiten zu lassen, ist durchaus verbreitet“, erklärt er. Zulässig ist das aber nicht. Um herauszufinden, ob ein Dienstnehmer für einen Job der ideale Kandidat ist, gibt es die Möglichkeit einer Probezeit. Für den Korneuburger hat sich der Weg zur AK gelohnt – in einem der beiden Fälle konnte die AK für ihn bereits knapp 200 Euro erwirken.

Halbjahresbilanz 2017 – Bezirk Korneuburg

Arbeits- und sozialrechtliche Beratungstätigkeit

Beratungen589
Interventionen beim Arbeitgeber67
Kostenloser Rechtsschutz28
Außergerichtlich eingebracht81.402 Euro
Gerichtlich eingebracht79.066 Euro
Insolvenzvertretung1.169.305 Euro
Gesamt 1.329.773 Euro

Im ersten Halbjahr 2017 forderte die AK Korneuburg für 67 ArbeitnehmerInnen ausstehende Löhne und Gehälter ein. „Leider haben es einige Arbeitgeber auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen“, sagt Bezirksstellenleiter Alfred Jordan. In 28 Fällen klagte die AK zugunsten der ArbeitnehmerInnen vor dem Arbeitsgericht. Außerdem vertrat die AK im Bezirk 204 Beschäftigte aus 16 insolventen Betrieben. Insgesamt bekamen die Betroffenen durch die Unterstützung der AK mehr als 1,3 Millionen Euro an ausstehenden Löhnen und Gehältern nachbezahlt, um die sie ohne AK wahrscheinlich umgefallen wären.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK