24.8.2017
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Arbeitsrecht Halbjahresbilanz 2017 - Bezirk Horn

Dass ihn die Geburtstagsfeier seines Vaters den Job kosten könnte, damit hatte der Fleischfacharbeiter nun wahrlich nicht gerechnet. Und doch passierte genau das. Knapp ein Jahr hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits für den Betrieb gearbeitet. Als er sich zu Sommerbeginn eine Woche Urlaub gönnte, meldete sich plötzlich der Chef: Am Sonntag brauche er den Horner im Betrieb. Genau an jenem Tag, an dem die Geburtstagsfeier geplant war. Als der Mitarbeiter - wie auch schon Wochen im Vorfeld angekündigt – an seinem letzten Urlaubstag nicht wie vom Chef verlangt zur Arbeit erschien, war er prompt seinen Job los.

Hilfesuchend wandte er sich an die AK. „Nicht nur, dass der Beschäftigte ohne Kündigung und noch während seines Urlaubs einfach bei der Krankenkasse abgemeldet wurde. Im Zuge der Berechnungen zeigte sich auch, dass eine ganze Reihe offener Forderungen bestand“, erklärt AK-Bezirksstellenleiter Robert Fischer. So hatte sich der Arbeitgeber zum Beispiel in der gesamten Zeit um die Zahlung der Zuschläge für Sonntagsdienste gedrückt. Auch das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld für beinahe sechs Monate war ihm der Chef schuldig geblieben. „Insgesamt stehen dem Beschäftigten noch Zahlungen in Höhe von mehr als 4.000 Euro brutto zu. Diese werden nun vor Gericht eingeklagt“, bestätigt Fischer.

Halbjahresbilanz 2017 – Bezirk Horn

Arbeits- und sozialrechtliche Beratungstätigkeit

Beratungen803
Interventionen beim Arbeitgeber30
Kostenloser Rechtsschutz5
Außergerichtlich eingebracht94.227 Euro
Gerichtlich eingebracht18.390 Euro
Insolvenzvertretung16.947 Euro
Gesamt 129.564 Euro

Im ersten Halbjahr 2017 forderte die AK Horn für 30 ArbeitnehmerInnen ausstehende Löhne und Gehälter ein. „Leider haben es einige Arbeitgeber auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen“, sagt Bezirksstellenleiter Robert Fischer. In fünf Fällen klagte die AK zugunsten der ArbeitnehmerInnen vor dem Arbeitsgericht. Außerdem vertrat die AK im Bezirk sieben Beschäftigte aus zwei insolventen Betrieben. Insgesamt bekamen die Betroffenen durch die Unterstützung der AK 129.564 Euro an ausstehenden Löhnen und Gehältern nachbezahlt, um die sie ohne AK wahrscheinlich umgefallen wären.

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