25.3.2019

Koch ohne Lohn als Handwerker eingesetzt

Als Koch angestellt, aber als Handwerker eingesetzt und zusätzlich noch vier Monate kein Lohn ausbezahlt bekommen: So erging es einem Koch im Bezirk Neunkirchen. Nachdem er sich an die AK Niederösterreich gewandt hatte, erhielt er die ihm zustehenden 8.000 Euro. „Das ist ein Fall von Tausenden, bei dem wir ArbeitnehmerInnen zu ihren Ansprüchen verhelfen konnten. Korrekte Arbeit verdient auch einen fairen Lohn“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser.   

Ein 33-jähriger gelernter Koch wurde 2017 von einem Wiener Gastronomie-Unternehmen angestellt. Die Küche aber ist nur selten der tatsächliche Arbeitsort. Stattdessen wird der Koch aus dem Bezirk Neunkirchen immer wieder zu diversen Liegenschaften in Niederösterreich geschickt, die zum Unternehmen gehören. Dort wird er aber nicht als Koch eingesetzt, sondern muss Reparaturen, kleinere Bauarbeiten und Reinigungsarbeiten durchführen.

Dem nicht genug, hat der Koch nach rund einem Jahr auch kein Geld mehr ausbezahlt bekommen. Vom Arbeitgeber wird er immer wieder vertröstet. Nach vier Monaten ohne Gehalt wendet er sich schließlich an die ExpertInnnen der AK Niederösterreich. Da der Gastro-Chef auf die Intervention durch die AK nicht reagiert hat, landet der Fall vor Gericht, wofür die AK Niederösterreich den Rechtsschutz gewährt hat. Insgesamt waren 8.083 Euro an Ansprüchen offen, die im Zuge des gerechtfertigten vorzeitigen Austritts fällig wurden. Der Betrag setzte sich aus der Nachzahlung des Lohnes, der Kündigungsentschädigung und den aliquoten Sonderzahlungen zusammen. "Letztendlich bekam der Koch vor Gericht Recht und der Arbeitgeber musste die mehr als 8.000 Euro auszahlen", so Wieser. 

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