10.2.2017

Keine Meldepflicht im Krankenstand: AK holt 27.000 Euro für Mechaniker

Ein Angestellter muss sich im Krankenstand nicht danach erkundigen, was es in der Firma gerade Neues gibt. Eine Entlassung deshalb ist nicht rechtens, geht aus einem Gerichtsurteil hervor, das die Arbeiterkammer für einen Mechaniker (38) aus dem südlichen Niederösterreich erreicht hat. „Wir haben für den Betroffenen 27.000 Euro an Ansprüchen geholt“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

AK vertritt vor Gericht

Der Chef unterstellte dem langjährigen Mechaniker mangelndes Interesse am Betrieb, weil er sich während des Krankenstands nicht nach dem Rechten in der Firma erkundigte. Damit wurde die Entlassung des 38-Jährigen begründet. Doch das hielt vor der Justiz nicht stand.
Die AK Niederösterreich übernahm vor dem Arbeits- und Sozialgericht die Rechtsvertretung, und das mit Erfolg. Ein derartiges Verhalten stellt keinen Entlassungsgrund dar.

Abfertigung gerettet

Die Krankmeldung erfolgte ordnungsgemäß und der Arbeitnehmer hat sich in allen Belangen korrekt verhalten. Der Angestellte erhielt 27.000 Euro an Abfertigung. Diese Ansprüche hätte der Familienvater im Falle einer Entlassung verloren.