21.6.2017
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Krank im Ausland: So zahlen Sie nicht drauf

Brechdurchfall in Griechenland, Sonnenstich in der Türkei oder Fahrradunfall in Deutschland. Wer im Urlaub einen Arzt braucht, muss gelegentlich tief in die Geldtasche greifen. „Die E-Card gilt nur bei Ärzten und in Krankenhäusern, die auch einen Kassenvertrag haben“, warnt AK-Sozialrechtsexperte Josef Fraunbaum und rät, sich vor Reiseantritt Gedanken über die Krankenversicherung zu machen und im Zweifelsfall eine Reiseversicherung abzuschließen.

Wer bei einem Privatarzt im Ausland landet, muss wie in Österreich die Rechnung selber zahlen und bekommt einen oft geringen Teil zurück. Die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) auf der Rückseite der E-Card gilt nur bei Vertragspartnern der Krankenkasse in der EU, in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen und in der Schweiz. Seit letztem Sommer auch in Bosnien-Herzegowina, Serbien und in Montenegro. „In den letztgenannten Ländern müssen Sie die Karte vor einer Behandlung beim zuständigen Sozialversicherungsträger vorlegen und sich einen ortsüblichen Behandlungsschein holen“, erklärt AK-Sozialrechtsexperte Fraunbaum.
In der Türkei gilt die E-Card nicht. Dort ist ein Betreuungsschein notwendig, der beim Dienstgeber oder bei der Gebietskrankenkasse erhältlich ist. Dieser muss gegen einen örtlichen Krankenschein getauscht werden. 

Krank im Ausland ©  , AK Niederösterreich


Bargeld statt E-Card

In Ländern, in denen die E-Card nicht gilt, muss die Arztrechnung vorerst selbst bezahlt werden. Die heimische Krankenversicherung ersetzt dann gegen Vorlage der Rechnung bis zu 80 Prozent der Kosten, die bei einer vergleichbaren Behandlung zu Hause entstanden wären. „Erkundigen Sie sich, ob Sie über ihre Kreditkarte oder ihren Automobilclub unfall- und krankenversichert sind“, rät der AK-Sozialrechtsexperte, „wer auf Nummer Sicher gehen will, kann eine private Reiseversicherung für den Urlaub abschließen.“

AK-TIPP

Wenn Sie für eine Behandlung im Ausland bezahlen müssen:

  • Verlangen Sie eine Rechnung mit detaillierter Auflistung der erbrachten Leistungen (z.B. Injektion, Wunde nähen,…) und Medikamente, Name und Anschrift des Behandlers und Angabe von Steuern und Abgaben. Je ausführlicher, desto mehr kann die Krankenkasse zurückerstatten. 
  • Lassen Sie die Rechnung auf Deutsch oder Englisch ausstellen.
  • Reichen Sie die Rechnung samt Zahlungsbeleg ein.

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