5.11.2020

NÖ ArbeitnehmerInnenparlament: „Die 3V“ - Gemeinsame Erklärung zur Zukunft der Arbeit

Mit einer gemeinsamen und einstimmig beschlossenen Erklärung zur Zukunft der Arbeit - den „3V“ - haben die KammerrätInnen des niederösterreichischen ArbeitnehmerInnenparlaments bei der Herbstsitzung des Gremiums ein klares Zeichen gesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Veränderung der Arbeitswelt, Verteilungsgerechtigkeit und Versorgungssicherheit. „Wir können nicht so weitermachen wie bisher. Sonst fahren wir an die Wand“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Die KammerrätInnen aller Fraktionen fordern geschlossen zukunftsträchtige Lösungen zugunsten der ArbeitnehmerInnen, der Gesellschaft und des Solidarstaates. Zum Ausdruck kommt das in einer gemeinsamen Erklärung, in der die Eckpunkte der Forderungen abgesteckt wurden.

  • Veränderung der Arbeitswelt: Während die Anzahl der Arbeitsplätze und die Wertschöpfung deutlich gestiegen sind, ist die Zahl der Arbeitsstunden und damit auch der Vollzeitarbeitsplätze deutlich gesunken. Automatisierung und Digitalisierung drohten, das zu verschärfen. Dem müsse man gegensteuern, indem die vorhandene Arbeit fairer auf alle ArbeitnehmerInnen verteilt würde. Einkommen und Wohlstand für alle müssen gesichert sein.
  • Verteilungsgerechtigkeit: Immer mehr Firmen erzielen immer höhere Gewinne mit immer weniger menschlicher Arbeit. Der Solidarstaat wird aber nach wie vor aus der Lohn- und Gehaltssumme finanziert. Das belastet ArbeitnehmerInnen und Betriebe, die auf viele Arbeitskräfte angewiesen sind. Für eine zukunftsträchtige Finanzierung des Solidarstaates sollte es genau umgekehrt sein.
  • Versorgungssicherheit: Die Pandemie hat nicht nur gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitswesen ist. Sie hat auch gezeigt, welche Bedrohung für ganz Europa Lieferengpässe bei Medikamenten und Schutzausrüstung auslösen können. Daher ist es eine zentrale Aufgabe, die Produktion von Gütern der kritischen Infrastruktur nach Österreich und vor allem nach Niederösterreich zu holen. Das schafft Sicherheit und Arbeitsplätze.

Die Erklärung wurde von allen 6 vertretenen Fraktionen im niederösterreichischen ArbeitnehmerInnenparlament eingebracht und einstimmig beschlossen.

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