Wohnkosten steigen massiv

Die Inflation treibt die Preise weiter in die Höhe. Vor allem die Kosten für Wohnen, Energie und der wöchentliche Einkauf steigen überdurchschnittlich stark, wie heute veröffentlicht wurde. Auch in Niederösterreich sind die Kosten für Wohnen massiv gestiegen. Seit 2009 wuchsen die Preise für Mietwohnungen inklusive Betriebskosten um 31 Prozent, zeigen aktuelle Untersuchen der AK Niederösterreich. Das Einkommen der Arbeitnehmer hingegen wuchs nur um 17 Prozent. "Den Arbeitnehmern bleibt dadurch immer weniger Spielraum für Ausgaben des täglichen Lebens", so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Er fordert mehr leistbaren Wohnraum, dieser ist wichtiger denn je.  

Ein Alleinverdiener mit einem Kind muss in einer privaten 60 Quadratmeter-Mietwohnung bereits bis zu 42,2 Prozent seines Einkommens nur für die Miete und Energiekosten aufwenden, zeigt eine aktuelle Erhebung der AK Niederösterreich. Bei Geringverdienern, Teilzeitbeschäftigten oder Familien mit mehreren Kindern müssen mitunter 50 Prozent nur für Wohnen und Energie aufgewendet werden. Dadurch bleibt immer weniger Budget, um die täglichen Ausgaben des Alltags zu finanzieren. Dazu kommen noch die täglichen Kosten für den täglichen Arbeitsweg. "Weil Wohnen immer teurer wird, müssen sich viele Familien in anderen Bereichen erheblich einschränken. Sei es beim Lebensmittel-Einkauf, bei Mobilität oder Freizeit", so Wieser. Hinzu kommt, dass auch notwendige Ausgaben des täglichen Bedarfs wie Grundnahrungsmittel überdurchschnittlich hoch steigen.  

Es braucht daher dringend mehr leistbaren Wohnraum, so Wieser. So dürfen überbordernde Auflagen beim Wohnbau nicht dazu führen, dass Wohnraum dadurch verteuert wird. Hier sind alle gefordert, gute und nachhaltige Lösungen umzusetzen. "Denn mittlerweile ist fehlender leistbarer Wohnraum in der Nähe von Betrieben für Unternehmen ein großes Problem, neue Mitarbeiter zu finden. Und davon profitiert letztlich niemand", so Wieser. Ein Gesamtkonzept muss rasch auf den Tisch. Die Arbeiterkammer Niederösterreich steht mit ihrer Expertise gerne zur Verfügung.  

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