21.2.2018
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Überbetriebliche Lehrplätze müssen beibehalten werden

Das AMS befürchtet, dass die Bundesregierung Förderungen für die Arbeitsmarktpolitik streichen will. Betroffen sein könnten unter anderem die Überbetriebliche Lehrausbildung für Jugendliche. Die soll laut Regierungsprogramm auf das „absolut notwendige Ausmaß“ reduziert werden. Ein striktes Nein zu diesen Plänen kommt von der AK Niederösterreich. AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser sieht durch das Vorhaben die Ausbildungschancen von mehr als 1.300 niederösterreichischen Jugendlichen gefährdet.

Sie gelten als Erfolgsprogramm und die Bilanz untermauert das: Mehr als 1.300 Jugendliche besuchen aktuell in Niederösterreich Programme in der Überbetrieblichen Lehrausbildung. Der Großteil eignet sich in Lehrgängen mit Betriebspraktika das Wissen für den Lehrabschluss an, gut 620 absolvieren die gesamte Lehre in Überbetrieblichen Lehrwerkstätten.

„Diese jungen Menschen hätten ohne die Überbetriebliche Lehrausbildung kaum Chancen auf einen Lehrplatz“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. „Leider gibt es Branchen, in denen Betriebe viel zu wenig Lehrplätze anbieten während sie dringend Fachkräfte brauchen. Genau hier bietet die Überbetriebliche Ausbildung eine echte Chance für Jugendliche“. Viele junge Menschen können so etwa eine Lehre im Metallbereich, als Bürokaufleute oder als GrünflächenerhalterInnen machen. Wieser hebt auch die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft hervor: „Wenn es um Ausbildung und Qualifikation geht, genügt es nicht, Sonntagsreden zu halten. Deshalb haben die Sozialpartner in Niederösterreich für Ausbildung und Berufsorientierung gemeinsam viel Geld in die Hand genommen, und das mit Erfolg.“

Auch die langfristige Perspektive zeigt die Bedeutung der Überbetrieblichen Ausbildung: Seit der Einführung vor 18 Jahren haben dort allein in Niederösterreich 13.500 Jugendliche erfolgreich ihre Lehrabschlussprüfung absolviert.

„Diese Maßnahmen sichern jungen Menschen Zukunftsperspektiven und Unternehmen dringend benötigte Fachkräfte“, sagt Wieser. „Genau dort sollte man also nicht einsparen sondern im Gegenteil darüber nachdenken, wie man diese erfolgreiche Struktur festigt und ausbaut. Ohne Fördermittel der Bundesregierung wird das nicht gehen.“

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