6.3.2017
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AK-Wieser: "Holen Sie sich Ihr Geld zurück!"

"Jährlich bleiben 50 Millionen Euro bei der Finanz liegen, die eigentlich den niederösterreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gehören", sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Daher gibt es auch heuer wieder die Steuersparwochen der AK Niederösterreich, die vom 6. März bis 29. Juni laufen. "Bei den permanent steigenden Lebenshaltungskosten ist es besonders wichtig, sich zu viel bezahltes Geld vom Finanzamt zurück zu holen", sagt Wieser.

Mit dem heurigen Jahr wird der viele Jahre lang von der Arbeiterkammer geforderte automatische Steuerausgleich umgesetzt. Wer wenig verdient oder schon in Pension ist, spart sich den Antrag auf Auszahlung der Negativsteuer. Ab dem nächsten Jahr werden auch Spenden an begünstigte Empfänger, Kirchenbeiträge sowie Beiträge zur freiwilligen Weiterversicherung beziehungsweise für den Nachkauf von Versicherungszeiten automatisch berücksichtigt. Wer Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder Werbungskosten zum Absetzen hat, der muss weiterhin einen Antrag auf Lohnsteuerausgleich stellen.

Absetzbeträge statt Freibeträge

Die Umwandlung von Frei- in Absetzbeträge gilt es auch in Zukunft zu forcieren. Gerade Bezieher kleiner Einkommen sind durch Freibeträge benachteiligt. Freibeträge reduzieren die Steuerbemessungsgrundlage, nicht aber die Steuer direkt. Deshalb profitieren höhere Einkommen von Freibeträgen stärker. Deutlich wird dies am Beispiel der Pendlerpauschale: Ein Jahresticket für die Strecke Wien – St. Pölten kostet 1.588 Euro. Bei einem Bruttoeinkommen von 1.800 Euro erhält man 640 Euro vom Finanzamt, bei einem Einkommen von 9.000 Euro brutto gibt es bereits 1.144 Euro – also beinahe das Doppelte.

Großer Andrang auf 16.000 Termine

Die Steuersparwochen der AK Niederösterreich gibt es seit 2003. "Damals wurden 230.000 Euro an Gutschriften für die Mitglieder gesichert. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 14,3 Millionen Euro", sagt AK Niederösterreich-Direktor Mag. Joachim Preiß. Auch heuer findet die Steuerrückholaktion in allen Regionen Niederösterreichs statt. In Summe werden rund 16.000 Beratungen angeboten, rund 14.300 Termine sind schon vergeben. "Da das Interesse an unserer Aktion jährlich groß ist, ist es uns ein besonderes Anliegen, neben persönlichen Beratungen auch andere Kanäle wie telefonische Beratung, Homepage, Facebook, Youtube und Broschüren anzubieten und darüber zu informieren, wie sich unsere Mitglieder ihr Geld vom Finanzamt zurückholen können", so Preiß.


AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser und AK Niederösterreich-Direktor Mag. Joachim Preiß © Scheichel, AK Niederösterreich

AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser und AK Niederösterreich-Direktor Mag. Joachim Preiß



TIPP

Mehr Infos zur ArbeitnehmerInnenveranlagung und den Steuersparwochen der AK Niederösterreich unter noe.arbeiterkammer.at/steuersparen.

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