4.4.2022

Schau nicht weg!

Die AK Niederösterreich fördert im Zuge des Projektfonds Arbeit 4.0 Projekte, die das Leben der Arbeitnehmer*innen positiv und nachhaltig beeinflussen. Das Projekt „Schau nicht weg!“ wird jetzt veröffentlicht: In dem Trainingsfilm von Forscher*innen der Webster Vienna Private University können Zuseher*innen mit interaktiven Handlungsoptionen den Ausgang eines eskalierten Konflikts zwischen Arbeitskolleg*innen mitbestimmen. „Es ist wichtig, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bezüglich Mobbing zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, damit dies verhindert werden kann“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser.

Ein brodelnder Konflikt zwischen zwei Angestellten in einem Hotel ist die Grundlage des Trainingsfilms, der von Projektleiterin und Assistenzprofessorin für Management an der Webster Vienna Private University, Dr. Eva Zedlacher, gemeinsam mit den Filmschaffenden Franz Quitt und Magdalena Reichinger entwickelt wurde. Die Zuseher*innen schlüpfen dabei in die Rolle eines neuen Hotelmitarbeiters, der zunächst seine Kolleg*innen nur beobachtet und im Verlauf des Films durch unterschiedliche Schaltflächen auch aktiv in das Geschehen eingreifen kann.

„Ein Film schafft es wie kaum ein anderes Medium, Empathie mit den Betroffenen zu erzeugen. Denn es ermöglicht einen Perspektivenwechsel, durch den die Auswirkungen meines Handelns oder auch meines Nicht-Handelns auf die Betroffenen bewusst werden. Die Nachdenkpausen bei den interaktiven Handlungsoptionen sind wesentlich, um das oft vorschnelle „victim-blaming“, also die Tendenz, den Betroffenen selbst die Schuld an ihrer Situation zu geben, zu reduzieren“, so Zedlacher, die zu Missverhalten und Mobbing am Arbeitsplatz forscht.

Erreichen soll der Film neben Arbeitnehmer*innen vor allem Führungskräfte, Betriebsrät*innen und Personalfachkräfte, die bei Mobbingbeschwerden oft (zu spät) hinzugezogen werden. Es sollten nicht einzelne Rollen an den Pranger gestellt, sondern vor allem organisatorische Ursachen von schweren Konflikten und Mobbing aufgezeigt werden - wie zum Beispiel fehlende Führung und hohe Arbeitsanforderungen im Team. 

Projektfonds Arbeit 4.0: AK Niederösterreich als Fördergeberin 

Das Projekt „Schau nicht weg!“ wurde bereits 2020 im Rahmen des Projektfonds Arbeit 4.0 gefördert. Damals lag der Förderschwerpunkt bei den Themen Veränderung der Arbeitswelt und Digitalisierung, heuer werden Konzepte & Ideen zum Thema Versorgungssicherheit in niederösterreichischen Gemeinden unterstützt.

Weitere Infos sind unter noe.arbeiterkammer.at/service/Schau_nicht_weg-_.html verfügbar, der Film ist unter https://www.schaunichtweg.training abrufbar.

Weitere Informationen zum Projektfonds Arbeit 4.0: gemeindedialog.at

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