1.7.2015
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Lernen für die Nachprüfung: Kosten für Nachhilfe steigen

Mit durchschnittlich 700 Euro greifen niederösterreichische Familien für Nachhilfe heuer noch tiefer in die Tasche als im Vorjahr. Eine Erhebung der NÖ Arbeiterkammer hat nun auch die Preise der Nachhilfeanbieter in Niederösterreich erhoben und analysiert. Für AKNÖ-Präsident Markus Wieser steht fest: „Die Kosten für Nachhilfe sind nicht für alle gleich leistbar. Wir brauchen deshalb an den Schulen dringend mehr und zielgerichtete ganztägige Betreuungsangebote und eine Schulfinanzierung, die auch soziale Kriterien berücksichtigt.“

Laut der Erhebung der NÖ Arbeiterkammer über die Nachhilfekosten in Niederösterreich zahlen Eltern für eine private Nachhilfestunde dieses Jahr durchschnittlich 20 Euro. Beachtlich ist das Preisspektrum, das bei den privaten Anbietern zwischen 10 und 36 Euro pro Stunde liegt und somit enorm variiert. Die Dienste von Nachhilfe-Instituten kommen Eltern noch wesentlich teurer: 36 Euro werden hier pro Einheit für eine Einzel-Nachhilfe verlangt. Auch hier lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Anbieter, denn die Kosten reichen von 10,50 bis 48 Euro. Auch die Kosten für die Gruppen-Nachhilfe bei den Instituten wurden erhoben, sie liegen heuer bei rund 20,50 Euro pro Stunde. Die Preisspanne zwischen dem günstigsten (6,20 Euro) und dem teuersten Angebot (33,30 Euro pro Stunde) sind auch hier groß.

Soziale Kriterien für Schulfinanzierung

Diese hohen Kosten belasten Familien in unterschiedlichem Ausmaß. „Der schulische Erfolg der Kinder in unserem Land darf aber nicht mehr vom Einkommen der Eltern abhängig sein“, sagt der AKNÖ-Präsident. Die AKNÖ fordert daher den Ausbau der verschränkten Ganztagsschule. Dadurch kann man auf inviduelle Bedürfnisse eingehen, ohne dass Eltern für teure Nachhilfe bezahlen müssen.  Zudem  braucht es endlich eine Umstellung der Schulfinanzierung nach sozialen Kriterien: Schulen mit einem höheren Anteil an Kindern aus sozial schwächeren Verhältnissen sollen zusätzliche finanzielle Mittel bekommen, mit denen sie pädagogische Förderangebote, kleinere Lerngruppen und zusätzliche Lehrkräfte bezahlen können. Damit wäre es möglich, die SchülerInnen besser zu fördern und Nachhilfe überflüssig zu machen. 

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