1.2.2018
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AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser: Konsumentenschützer holten 2017 rund 1,55 Millionen Euro

Mehr als 1,5 Millionen Euro hat der AK Niederösterreich-Konsumentenschutz im Jahr 2017 für die NiederösterreicherInnen erkämpft. „Knapp 45.000 KonsumentInnen ließen sich zu Problemen rund um Finanzdienstleistungen, Wohnen, Handy und Internet beraten“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Heuer soll die Insolvenzabsicherung für Fluglinien umgesetzt werden, zudem soll die Bundesregierung die geplanten Verschlechterungen für MieterInnen zurücknehmen.

Rund 29.000 KonsumentInnen haben sich telefonisch beraten lassen. In rund 4.700 Fällen war ein persönliches Beratungsgespräch nötig, um eine Lösung zu finden. In fast 11.500 Fällen wurden die KonsumentInnen auf schriftlichem Wege unterstützt. Für rund 1.850 NiederösterreicherInnen mussten die AK-ExpertInnen bei Firmen intervenieren, weil diese nicht bereit waren, auf deren berechtigte Anliegen zu reagieren. „Bei einem Großteil der an uns herangetragenen Fälle kommen wir mit außergerichtlichen Verhandlungen zu einer Lösung und das Mitglied schnell zu seinem Recht. Ganz wichtig sind natürlich Aufklärungsarbeit und Kooperationen mit anderen Institutionen, um Konsumentinnen und Konsumenten über Gefahren und Risiken zu informieren“, sagt AK Niederösterreich-Direktor Mag. Joachim Preiß.

KB-Bilanz 2017: Beratungen © Grafik: Gerhard Zahler-Treiber, AK Niederösterreich

Schwerpunkte in der Beratung

Thematische Schwergewichte in der Beratung waren Finanzdienstleistungen, Wohnrecht, Bauen und Sanieren, Telefonieren und Internet sowie Probleme mit Autos. Erfolgreich war die Arbeiterkammer vor Gericht bei der Weitergabe von Negativzinsen an die KonsumentInnen. Die Banken sind laut mehreren Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes (OGH) dazu verpflichtet, negative Zinssätze bei Euribor bzw. Libor an die KreditnehmerInnen weiterzugeben – solange die Kreditzinsen nicht unter null fallen. 

KB-Bilanz 2017: Schwerpunkte in der Beratung © Grafik: Gerhard Zahler-Treiber, AK Niederösterreich

Bankomatgebühr nur in Ausnahmefällen

Seit 13. Jänner 2018 gilt eine gesetzliche Regelung von Bankomatgebühren. Bankomatgebühren können nur mehr sehr eingeschränkt verrechnet werden. Sie sind nur noch zulässig, wenn sich KonsumentInnen gegen ein Konto mit pauschalem Entgelt entscheiden. Für die Bankomatgebühr von unabhängigen Drittanbietern wie Euronet gilt: Die Hausbank muss diese Gebühr übernehmen.

Ausblick auf 2018

Für 2018 fordert die Arbeiterkammer, dass endlich die Absicherung der Reisenden bei der Insolvenz von Fluglinien umgesetzt wird. Eine weitere Forderung ist, dass es zu keinen Verschlechterungen im Wohnrecht kommt, die höhere Kosten für MieterInnen zur Folge haben.

Direktor Joachim Preiß und Präsident Markus Wieser © Mario Scheichel, AK Niederösterreich


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