20.6.2018
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AK-Wieser: "Gesundheitsministerin" Hartinger verhöhnt ArbeitnehmerInnen - Überlange Arbeitstage machen krank

Bundesministerin Beate Hartinger-Klein verhöhnt die ArbeitnehmerInnen. Denn als Gesundheitsministerin weist sie im aktuellen Gender-Gesundheitsbericht richtigerweise darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen lang belastenden Arbeitszeiten und Erhöhung des Erkrankungsrisikos besteht. "Doch anstatt wirksame Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu setzen, stimmt die Ministerin der Erhöhung der Arbeitszeit auf bis zu 60 Stunden pro Woche und bis zu 12 Stunden täglich zu. Die Ministerin ist mitverantwortlich dafür, dass die ArbeitnehmerInnen zusätzlichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind, obwohl sie ganz genau über diese Gefahren Bescheid weiß und davor auch noch warnt", so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Überlange Arbeitstage machen krank. Zu diesem Ergebnis kommen sämtliche Studien, die der Arbeiterkammer Niederösterreich vorliegen. "In der 12. Stunde ist das Unfallrisiko um 70 Prozent höher als zu Beginn der Arbeit. Auch die Leistungsfähigkeit reduziert sich nach acht bis neun Stunden deutlich", so Wieser. Unregelmäßige Arbeitszeiten und regelmäßige 12-Stunden Dienste wirken sich außerdem negativ auf die Erholung, Schlafqualität, Herz-Kreislaufsystem oder den Stützapparat aus. "Bereits ein regelmäßiger 9 Stunden-Schichtbetrieb hat deutlich mehr Krankenstände als bei einer Normalarbeitszeit zur Folge, weil die ArbeitnehmerInnen dadurch viel größeren Belastungen ausgesetzt werden", sagt Wieser.

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