12.12.2019

Fahrplanwechsel: Deutliche Verbesserungen für Niederösterreich

Am Sonntag, dem 15. Dezember, tritt der neue Fahrplan der ÖBB in Kraft. Dabei zeigt sich: Es gibt deutliche Verbesserungen für Niederösterreich. Aber es besteht noch Luft nach oben. Rund 65 Prozent aller Beschäftigten in Niederösterreich brauchen das Auto, um zur Arbeit zu gelangen, nur einer von fünf nutzt die Öffis. „Wenn der öffentliche Verkehr eine echte Alternative zum Auto sein soll, brauchen wir die besten Bedingungen für die niederösterreichischen PendlerInnen – damit sie nicht auf das Auto angewiesen sind“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Nur einer von fünf Beschäftigten in Niederösterreich arbeitet in der eigenen Wohngemeinde, alle Anderen müssen zum Arbeitsplatz pendeln. Mehr Verbindungen, vor allem außerhalb der Hauptverkehrszeit, mehr Sitzplatzangebot und eine bessere Abstimmung von Bus und Bahn – in einer Umfrage der AK Niederösterreich werden konkret diese Punkte am häufigsten genannt. Fast die Hälfte sagt: „Ein Ausbau der Öffis mit dichteren Takten und besseren Zubringern zu den Bahnhöfen würde mir die Möglichkeit geben, auf das Auto zu verzichten.“ Positiv zu werten ist daher, dass ein guter Teil der 3 Millionen zusätzlichen Zugkilometer im neuen ÖBB-Fahrplan auf Niederösterreich entfällt. Auf allen Hauptachsen werden die Intervalle verdichtet sowie generell morgens und abends das Angebot erweitert – für viele Menschen eine Erleichterung auf dem täglichen Arbeitsweg.  

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Weiteres Verbesserungspotenzial

„Von den ArbeitnehmerInnen wird immer mehr Flexibilität gefordert und auch die Zahl der Teilzeitbeschäftigten steigt stetig. Die PendlerInnen brauchen ein breiteres Angebot. Die Arbeiterkammern Wien, NÖ und Burgenland fordern daher 5,5 Milliarden für den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich. Die Ostregion als bevölkerungs- und verkehrsreichster Teil des Landes muss davon besonders profitieren“, so Wieser.  Weiters sollten die Öffi-Tarife einfacher, transparenter und noch kostengünstiger werden: Ein Ticket für die ganze Ostregion nach dem Modell des Top-Jugend-Tickets sollte das Ziel sein. Auch der weitere Ausbau der Park&Ride-Anlagen sollte vorangetrieben werden.

„Wir brauchen die besten Bedingungen für PendlerInnen.“ 

Markus Wieser

AK Niederösterreich-Präsident

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