07.03.2022

Explodierende Strom- und Heizkosten: AK Niederösterreich unterstützt Mitglieder mit niedrigen Einkommen mit 200 Euro

Die AK Niederösterreich unterstützt mit ihrem Energiebonus Mitglieder mit niedrigem Einkommen mit 200 Euro Ausgleich pro Haushalt für die explodierenden Strom- und Heizkosten. Bis zu zwei Millionen Euro werden dafür bereitgestellt. Die Maßnahme ist ein Ausgleich für Mängel bei den Maßnahmen der Bundes- und der Landesregierung. „Wir helfen rasch und unbürokratisch. Denn gerade Menschen mit geringen Einkommen sind von der massiven Energiepreis-Steigerung besonders betroffen“ sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Plus 139 Prozent bei Strom, bis zu plus 455 Prozent beim Erdgas. Die Energiepreise sind im vergangenen Jahr explodiert. „Ein durchschnittlicher Haushalt in Niederösterreich muss insgesamt um bis zu 550 Euro im Jahr mehr für Energie zahlen. Dazu kommt noch die hohe Inflation auch in anderen Bereichen. Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind dabei noch gar nicht berücksichtigt“, betont AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Die Entlastungsmaßnahmen von Bundes- und Landesregierung seien mangelhaft, kritisiert Wieser. Die Gutscheinlösung der Bundesregierung bezeichnet er als umständlich und sozial nicht treffsicher. Der Heizkostenzuschuss des Landes sei mit 150 Euro österreichweites Schlusslicht. Die Einkommensgrenzen seien sehr niedrig. Viele Menschen, die dringend Unterstützung brauchen, hätten keinen Anspruch darauf. Der vielleicht größte Kritikpunkt: „Betroffene müssen den Heizkostenzuschuss extra auf der Gemeinde beantragen. Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass das für viele Menschen eine große persönliche Hürde ist.“

AK Niederösterreich-Energiebonus: 200 Euro pro Haushalt

Der AK Niederösterreich-Energiebonus soll diese Mängel ausgleichen. „Wir unterstützen Mitglieder mit geringem Einkommen mit einem Zuschuss von 200 Euro pro Haushalt. Der ist rasch und unbürokratisch zu beantragen“, erklärt Wieser. Unterstützt werden mit diesem Bonus AK Niederösterreich-Mitglieder mit einem Haushaltseinkommen bis zur Armutsgefährdungsschwelle. „Für eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern ist das beispielsweise netto ein Einkommen von 2.120 Euro, 12 Mal im Jahr“, sagt Wieser. Beantragen können den Zuschuss alle AK Niederösterreich-Mitglieder, die in Österreich leben und die keinen Heizkostenzuschuss in ihrem Wohnbundesland bekommen. „Wir wissen aus den täglichen Anrufen in der Konsumentenschutzabteilung, wie verzweifelt die Menschen sind, die gerade zu viel verdienen um den Heizkostenzuschuss des Landes zu bekommen, aber die Verteuerungen einfach nicht bezahlen können“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Wieser. „Mir ist eines wichtig: Wer rasch hilft, hilft doppelt. Daher haben wir kurzfristig zwei Millionen Euro für den Energiebonus bereitgestellt“.

Wieser: „Versorgungssicherheit ist von höchster Bedeutung“

Er fordert außerdem weitere Maßnahmen, um Menschen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen: „Wir fordern in der kalten Jahreszeit von allen Anbietern einen verpflichtenden Abschaltverzicht sowie eine temporäre Senkung der Umsatzsteuer auf zehn Prozent für Strom und Gas.“ Außerdem brauche es stärkeren Schutz gegen unseriöse Energieunternehmen.
Beantragt werden kann der AK Niederösterreich-Energiebonus ab sofort unter noe.arbeiterkammer.at/energiebonus. Zusätzlich hat die AK unter 05/7171 – 24800 eine eigene Energiebonus-Hotline ins Leben gerufen. Die Antragsfrist endet am 31. Juli.

Präsident Markus Wieser und AK Abteilungsleiterin Claudia Cervenka  © Georges Schneider,
Präsident Markus Wieser und Leiterin der AK-Wirtschaftspolitik MMag. Claudia Cervenka © Georges Schneider,


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