12.12.2022

Einkommensanalyse 2021: Niederösterreicher:innen verdienten 2.369 Euro brutto

Das Bruttomedianeinkommen der in Niederösterreich unselbstständig Beschäftigten betrug 2021 2.369 Euro (laut Daten des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger). Im Vergleich zu 2020 ist das ein Plus von 48 Euro bzw. 2,1 Prozent. Werden Sozialversicherung, Lohnsteuer und Inflation berücksichtigt, verringerte sich das Nettomedianeinkommen real um durchschnittlich 17 Euro pro Monat (-1,0 Prozent). „Die steigenden Preise bei Energie, Wohnen und Lebensmitteln belasten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer massiv. Es braucht deutlich mehr Entlastung“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser und AK-Wirtschaftsexperte Mag. Matthias Koderhold präsentieren die Einkommensanalyse für 2021. © Georges Schneider, AK Niederösterreich
AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser und AK-Wirtschaftsexperte Mag. Matthias Koderhold präsentieren die Einkommensanalyse für 2021. © Georges Schneider, AK Niederösterreich


Österreichweit fiel der Rückgang stärker aus. Das Nettomedianeinkommen sank gegenüber 2020 durchschnittlich um real 23 Euro pro Monat (-1,2 Prozent). Im Zehnjahresvergleich stieg die Kaufkraft der niederösterreichischen Arbeitnehmer:innen um durchschnittlich 101 Euro pro Monat (+6,2 Prozent), österreichweit stieg das Nettomedianeinkommen im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 132 Euro pro Monat (+ 7,9 Prozent).

„Im Bundesländervergleich lag das niederösterreichische Medianeinkommen mit 2.369 Euro an achter Stelle. Das Bundesland mit dem höchsten Einkommensniveau war weiterhin Vorarlberg (2.634 Euro), jenes mit dem geringsten Medianeinkommen das Burgenland (2.157 Euro)“, sagt AK Niederösterreich-Wirtschaftsexperte Mag. Matthias Koderhold. Laut aktuellsten Berechnungen war das Mostviertel jene Region mit dem höchsten Einkommensniveau, es lag um 3,8 Prozent über dem niederösterreichischen Medianeinkommen. Das zweithöchste Einkommensniveau wies der Zentralraum auf, gefolgt vom Industrieviertel und vom Waldviertel. Das niedrigste gewichtete regionale Medianeinkommen wies das Weinviertel auf, dessen Einkommensniveau um 11,6 Prozent unter dem niederösterreichweiten lag. An der Spitze des Bezirksrankings hielt sich traditionell Amstetten mit einem Medianeinkommen in der Höhe von 2.600 Euro. Die nächsthöchsten Medianeinkommen wiesen die Statutarstadt St. Pölten (2.595 Euro) sowie die Bezirke Scheibbs (2.470 Euro) und Gmünd (2.462 Euro) auf. Der Bezirk mit dem niedrigsten Medianeinkommen war abermals Krems (Land), dessen Einkommensniveau bei 1.889 Euro lag.

Frauen verdienten rund 30 Prozent weniger

In Niederösterreich lag das Medianeinkommen der Frauen im Jahr 2021 mit 1.901 Euro um 783 Euro unter jenem der Männer (2.684 Euro). Die Einkommensdifferenz zwischen den Geschlechtern betrug damit 29,2 Prozent. Damit verringerte sie sich im Jahresvergleich um 0,3 Prozentpunkte, erhöhte sich absolut jedoch um 5 Euro. Österreichweit verringerte sich die Einkommensschere im Jahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 29,0 Prozent, erhöhte sich absolut allerdings um 14 Euro. Das bundesweite Einkommensniveau der Frauen lag mit 2.019 Euro um 824 Euro unter jenem der Männer (2.843 Euro).

Die gesamte Studie zum online Durchblättern finden Sie HIER.

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