27.12.2018

Diagnose Rausch kommt teuer

Eine Überdosis Punsch auf dem Weihnachtsmarkt oder eine ausufernde Silvesterfeier - das kann ordentlich ins Geld gehen, denn: Für die Ausnüchterung im Spital müssen die Betroffenen selber aufkommen. „Nur wenn eine Behandlung notwendig und unaufschiebbar ist, wird sie von der Krankenkasse übernommen“, informiert AK Niederösterreich-Sozialrechtsexperte Mag. Josef Fraunbaum. 

Niederösterreichische Spitäler verlangen für einen Kalendertag Aufenthalt im Spital durchschnittlich zwischen 750 und 1.230 Euro. Diesen Betrag muss jemand zahlen, der nur zur Ausnüchterung eingeliefert wird und keine weitere Behandlung braucht. „Wird man um 11 Uhr abends eingeliefert und bleibt bis zum nächsten Morgen, kommt man auf zwei Kalendertage. Das kostet mindestens 1.500 Euro“, sagt AK Niederösterreich-Sozialrechtsexperte Mag. Josef Fraunbaum. Die Krankenkasse muss laut einem OGH-Entscheid ab dem Zeitpunkt zahlen, ab dem eine schwer alkoholisierte Person einer fortgesetzten Beobachtung bedarf. „Fest steht, die Diagnose Rausch kann sehr teuer werden. Besser, man kommt gar nicht in diese Lage“, sagt Fraunbaum.

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