13.1.2021

Bundesregierung verschickt FFP2-Masken aus China statt heimischer Schutzausrüstung

Nach langem Warten sind nun die ersten versprochenen FFP2-Masken der Bundesregierung bei den Pensionistinnen und Pensionisten eingetroffen. Doch per Post angekommene Produkte in Niederösterreich und Wien zeigen: Es handelt sich um Masken aus China mit Qualitätssiegel aus der Türkei. „Es gibt mehrere österreichische Unternehmen und viele heimische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die täglich hochwertige FFP2-Masken produzieren. Warum wurden daher solche Waren bestellt?“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown haben deutlich gezeigt, wie abhängig Österreich vom Ausland bei der Versorgung mit Schutzausrüstung war und welche Risiken damit verbunden waren. Mittlerweile gibt es in Wiener Neudorf, Graz und auch in Vorarlberg innovative Betriebe, die hochwertige FFP2-Masken in großer Stückzahl und im Inland herstellen, um bestmöglichen Schutz vor dem Corona-Virus zu ermöglichen. „Das schafft Beschäftigung und Wertschöpfung und muss in unser aller Interesse sein, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, so Wieser. Es ist daher überhaupt nicht einzusehen, warum die Bundesregierung jetzt noch immer auf Importe aus Fernost setzt, anstatt den heimischen Standort zu stärken - und das in der größten Wirtschafts- und Arbeitsmarkt-Krise der 2. Republik.

Zwar weisen die in Niederösterreich und Wien zugestellten Masken der Bundesregierung eine deutschsprachige Verpackung und Beipackzettel aus. Die Masken sind jedoch von einem österreichischen Händler lediglich neu umgepackt worden. Die Produktion liegt in Guangdong in China, das Qualitätssiegel für die EU (CE 2163) stammt aus der Türkei, wie Recherchen ergaben. „Quer durch die Bundesregierung wird seit der Corona-Krise immer wieder betont, wie wichtig die Eigenversorgung mit Gütern der kritischen Infrastruktur ist. Die Lieferung mit FFP2-Masken ist hier maßgeblich, um diesen Worten auch Taten folgen zu lassen und heimische Betriebe und Arbeitsplätze zu stärken“, so Wieser

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