5.7.2018
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AK-Wieser: Bundesregierung verhöhnt ArbeitnehmerInnen und deren Familien aufs Neue

Unverfrorenheiten kommen federführend von jemandem, der körperliche Arbeit noch nie gespürt hat

Durch den heute geplanten Beschluss zur Arbeitszeitausweitung verhöhnt die Bundesregierung nicht nur alle ArbeitnehmerInnen, sondern auch Hunderttausende Familien aufs Neue.

„Dass der 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche bereits am 1. September in Kraft treten sollen, ist für die ArbeitnehmerInnen nicht nur großflächiger Lohnraub, sondern bringt auch erhebliche Nachteile bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Derartige Unverfrorenheiten fallen federführend offenbar nur jemandem ein, der körperliche Arbeit selbst noch nie gespürt hat und die Betreuungsaufgaben von Kindern miterlebte und daher auch nicht einmal ansatzweise verstehen kann, wie herausfordernd die Kinderbetreuung für ArbeitnehmerInnen, besonders Alleinerziehende, sein kann", so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

„Nur 0,3 Prozent der Kindergärten in Niederösterreich haben 12 Stunden und länger geöffnet. Kinderbetreuung ist mit überlangen Arbeitstagen unter den gegebenen Öffnungszeiten der Einrichtungen schon jetzt nicht möglich“, so Wieser. Und als ob das nicht genug wäre, wird den ArbeitnehmerInnen und deren Familien unmittelbar nach den Sommerferien der 12-Stunden-Tag „serviert“. Es grenzt daher schon an Frotzelei, wenn die zuständige Ministerin auch noch vollmundig behauptet, ein Ausbau der Einrichtungen für 3- bis 6-Jährige sei nicht erforderlich, weil der Bedarf gedeckt sei.

Einmal mehr zeigt diese Regierung ihr wahres Gesicht: Während Bestellungen der Industrie abgearbeitet und Castings für Polizeipferde inszeniert werden, findet ein Raubzug auf Kosten der ArbeitnehmerInnen und deren Familien statt.

„Auch wenn jetzt überfallsartig ein Gesetz per 1. September durchgepeitscht werden soll, wird man unseren Protest nicht eindämmen können, der eben erst begonnen hat“, so Wieser.

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