8.3.2018

AK Niederösterreich und Polizei: Gemeinsame Aktion für mehr Sicherheit am Arbeitsweg

Ein verwinkeltes Parkhaus, enge Gassen mit dichten Hecken, frühe Dämmerung oder sehr zeitiger Schichtbeginn – der Weg von und zur Arbeit ist für viele Frauen mit Unbehagen und Unsicherheit verbunden. Aus diesem Grund rief die Arbeiterkammer Niederösterreich und die Landespolizeidirektion Niederösterreich das gemeinsame Projekt "Sicher zur Arbeit" ins Leben. In Wr. Neustadt fand dazu am Mittwoch ein Infoabend mit anschließender Begehung statt.

"Unser Ziel ist es, den Frauen die Unsicherheit zu nehmen, damit sie angstfrei vom und zum Dienstort kommen. Oft genügen Kleinigkeiten wie das Aufstellen einer Straßenbeleuchtung oder das Zurückstutzen von Hecken, um die Situation entscheidend zu verbessern", so AK Niederösterreich Vizepräsident Horst Pammer zum Auftakt der Infoveranstaltung in der AK-Bezirksstelle Wr. Neustadt.

Gemeinsame Sicherheitsbegehung in Wr. Neustadt

Abteilungsinspektorin Bernadette Kainrath, die die Initiative „Gemeinsam sicher in Wiener Neustadt“ koordiniert, sowie Bezirksinspektor Peter Reiter vom Landeskriminalamt, gaben zahlreiche Tipps, wie man sich am besten verhält, wenn der Arbeitsweg etwa durch dunkle Gassen oder Parks führt beziehungsweise wenn es im schlimmsten Fall tatsächlich zu einem Übergriff kommt.

Im Anschluss fand eine gemeinsame Sicherheitsbegehung mit ExekutivbeamtInnen im Bereich des Bahnhofs statt, an der auch der Kommandant der Stadtpolizei, Oberstleutnant Manfred Fries, teilnahm. Dabei wurde rasch klar: Im öffentlichen Raum gibt es viele Bereiche, die Unbehagen schaffen, vor allem, wenn es finster ist. „Im Zuge dieser Begehungen können konkrete Änderungsvorschläge aufgezeigt werden, die dann in Kooperation mit der Polizei an die Gemeinden weitergeleitet werden“, sagt Pammer. Expertinnen und Experten der Polizei begleiten die Begehungen, die flächendeckend in ganz Niederösterreich geplant sind, und liefern gleich vor Ort hilfreiche Sicherheitstipps.

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Aktion "Sicherer Arbeitsweg": Wie hier im Esperanto-Park gab's bei der Begehung vor Ort wertvolle Tipps von der Polizei.

TIPP

Betroffene Frauen aus allen niederösterreichischen Regionen, die sich auf Wegen im öffentlichen Raum unsicher fühlen oder Ideen für Verbesserungen haben, sind herzlich eingeladen, sich zu melden: frauenpolitik@aknoe.at