AK Niederösterreich zum Internationalen Frauentag: Zukunftschancen wichtiger denn je

Die Corona–Krise hat viele Krisen und Problemfelder noch einmal beschleunigt. Das trifft besonders auf Frauen zu, die seit Monaten große Belastungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewältigen müssen. Dazu kommt, dass von gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit nach wie vor keine Rede sein kann. „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit muss für alle Branchen und Berufe gelten. Dazu braucht es einen Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten und ein krisensicheres Bildungssystem“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser anlässlich des Internationales Frauentages am 8. März.

Gerade frauendominierte Branchen, wie Pflege, Sozialberufe oder Handel leisten in Coronazeiten besonders viel. Von gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit kann aber nach wie vor keine Rede sein. Ein Grund für die Einkommensschere: Immer noch werden gerade jene Berufe gering bezahlt, in denen überwiegend Frauen arbeiten, dazu kommt eine hohe Teilzeitquote. Es bedarf dringend einer gesellschaftlichen Aufwertung und einer Attraktivierung dieser Branchen. Gerade die gegenwärtige Krise hat uns gezeigt, was uns beispielsweise Pflege, Kinderbetreuung und Dienstleistungen wert sein sollten. „Hier arbeiten jene Menschen, die auch in Krisenzeiten unser System und unsere Gesellschaft am Laufen halten“, so Wieser.

Auch Home Schooling, Kinderbetreuung neben Home-Office oder Einspringen für die Pflegebedürftigen - überwiegend Frauen stemmten diese coronabedingten Zusatzbelastungen. Zigtausende erwerbstätige Frauen haben laut aktuellen Studien sogar ihre Arbeitszeit reduziert um familiären Verpflichtungen nachkommen zu können. Somit haben sie tausende Euro an Erwerbseinkommen - und damit auch Pensionsbeiträgen - verloren. 

Gratis-Film zum Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 08. März stellt die AK Niederösterreich den Spielfilm „Ein wilder Sommer. Die Wachausaga“ von Anita Lackenberger und Gerhard Mader kostenlos zum Download  zur Verfügung. Näheres unter: https://noe.arbeiterkammer.at/wildersommer

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